Strompreise, bzw Energiekosten steigen auch 2006/07 weiter
20.02.06 18:28

 


Stromwirtschaft rechnet mit höheren Preisen

Die schweizerischen Verbraucher müssen sich auf höhere Stromrechnungen einstellen. Die schweizerische Elektrizitätswirtschaft geht davon aus, die Preise weiter anheben zu müssen. Als Grund werden steigende Preise an den Strombörsen genannt.

 Die Stromwirtschaft rechnet für 2006 und 2007 mit steigenden Preisen2005 sind nach Angaben des Verbands der Elektrizitätswirtschaft (VDEW Deutschland) die Großhandelspreise für Strom in Europa um bis zu 60 Prozent gestiegen. Deutschland habe dabei mit einem Plus von rund 50 Prozent einen Platz im Mittelfeld eingenommen. Für 1000 Kilowattstunden Grundlaststrom, der 2006 geliefert wird, mussten an der deutschen Strombörse den Angaben zufolge im Dezember durchschnittlich 50,70 Euro gezahlt werden - im Januar waren es noch 33,80 Euro.

In Frankreich legten die Preise im vergangenen Jahr dem VDEW zufolge um knapp 57 Prozent zu, in Spanien um knapp 60 Prozent. Die Zahlen zeigten, dass Deutschland bei der Preisentwicklung keine Insel sei, sagte der VDEW-Hauptgeschäftsführer, Eberhard Meller, am Montag in Berlin.


Keine Entspannung 2007

Auch für das kommende Jahr rechnet der Verband nicht mit einer Entspannung: Für Stromlieferungen, die für 2007 eingekauft wurden, habe es im vergangenen Jahr bereits Preissteigerungen von 30 bis gut 40 Prozent gegeben, hieß es. "Die Strombörsen spiegeln die Erwartungen der Marktteilnehmer, dass der weltweit wachsende Energiebedarf die Preise in Europa nach oben treiben wird", sagte Meller.

Allerdings würden sich Preissteigerungen an den Strombörsen nicht in gleicher Höhe auf die Endkundenpreise auswirken. So machten die Beschaffungskosten nur etwa 25 Prozent des Strompreises aus. Die Versorger verkaufen zudem nur einen Teil ihres Stroms über die Strombörse in Leipzig, allerdings orientieren sich einige Unternehmen an der Entwicklung der Großhandelspreise.

Gaspreise steigen ebenfalls

Auch in Grossbritanien kriegen die Konsumenten und Firmen den Preisanstieg an den Energiebörsen zu spüren. So hat der grösste britische Gasversorger Centrica angekündigt die Preis um mehr als 20% anzuheben.

Bei den Verteilern und Produzenten bleibt aber genügend liegen. British Gas hat letzte Woche sehr gute Resultate publiziert.

 

In der Schweiz von Interesse

BKW, ATEL - in 2. Linie Lieferanten wie ABB oder SULZER

 

 
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