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Economiesuisse: Gerold Bührer über Streit im Verband, Lohnexzesse |
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01.10.06 12:51 |
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» Der designierte Economiesuisse-Präsident Gerold Bührer über Streit im Verband, Lohnexzesse und seine Enttäuschung über Markus Rauh
Sie werden Präsident der Economiesuisse. Wieso haben Sie das Amt angenommen?
Es ist eine Fortsetzung meiner politischen Arbeit. Ich war immer ein Brückenbauer zwischen Wirtschaft und Politik. Mich hat Ulrich Bremi geprägt, der das verkörpert hat. Zudem bin ich überzeugt, dass es für die Anliegen der Wirtschaft eine Stimme braucht in zentralen, ordnungspolitischen Belangen.
Economiesuisse steckt in einer schwierigen Phase. Als Präsident müssen Sie zum Beispiel den hohen Lohn von Marcel Ospel gegen die Angriffe i hres Vizepräsidenten Johann Schneider Ammann verteidigen. Wie tun Sie das?
Für mich sind vier Punkte entscheidend: erstens Transparenz. Zweitens müssen die Lohnsysteme nachvollziehbar sein. Drittens müssen die Ausschüsse, die im Verwaltungsrat die Löhne absegnen, durch unabhängige Persönlichkeiten besetzt sein. Viertens muss der Bonus sinken, wenn die Zahlen schlecht sind.
Wie weit soll die Transparenz gehen?
Die Honorare der Verwaltungsräte müssen einzeln offen gelegt werden.
Und die Entschädigungen der Geschäftsleitungsmitglieder?
Ich gehe von der Frage aus: Was muss der Aktionär wissen, um die Chefs zu kontrollieren? Er muss sicher wissen, wie viel die Verwaltungsräte einzeln verdienen, weil diese sich ja selbst honorieren. Das ist bei der Geschäftsleitung nicht der Fall, trotzdem muss man das Total und den höchsten Bezug offen legen. Die einzelnen Löhne offen zu legen, bringt wenig.
Vollständiger Artikel auf SonntagsZeitung.ch
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