Derivate Partners: Stockpicking / Alfa generieren - Saurer - Vontobel Nr 1 im CH-Deriv Markt
06.10.06 09:14

 


Stockpicking kann Alpha generieren

Die moderne Finanztheorie tendiert dazu und empfiehlt bei Geldanlagen breit zu diversifizieren. Mit anderen Worten soll das investierte Geld auf möglichst viele verschiedene Anlagen verteilt werden. Der Gedanke der Risikodiversifikation wurde übrigens nicht erst im 20. Jahrhundert «erfunden», sondern taucht in der Geschichte der Menschheit bereits im alten Testament auf. Man solle sein Vermögen in drei Teile aufgliedern: ein Drittel soll in Reserven, ein Drittel in Geschäfte und ein Drittel soll in Land investiert werden.


Hidden Assets – auf dem Weg zu einer neuen Anlageklasse

Jedes Depot weist Assets auf, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Mit einigen einfachen Regeln können auch Retailanleger solche Assets nutzen.

Volatilität: Immer tief kaufen, höher verkaufen. Wichtig bei Plain-Vanilla- Auswahl als eines der Entscheidungskriterien. Es ist auch wichtig, genau zu beobachten, welcher Emittent Veränderungen wie rasch weitergibt (als Teil der Handelsqualität). Bei strukturierten Produkten wie beispielsweise Discount- Zertifikaten kann man durch systematischen Vergleich einfache Daumenregeln entwickeln, ob die Coupons eher zu teuer oder zu billig sind (Hälfte oder ein Drittel der Volatilitätshöhe).

Korrelation: In Baskets, in denen zwei Versicherungen, eine Bank, eine Industrieaktie und ein Pharmawert zusammengefasst sind, dürfte die Kursentwicklung anders ausfallen als in Baskets mit homogener Aktienzusammensetzung (z.B. nur Finanzwerte). Käufer sollten auf möglichst hohe Homogenität achten, die sind einfacher zu beobachten und die Chance bei Worst-of- Produkten ist kleiner, dass eine Aktie eines Baskets die Rechnung für den gesamten Basket nicht aufgehen lässt. Bezüglich der Dispersion gilt das Gleiche wie für Korrelation.

Smile: Es ist sinnvoll, als Einstiegszeitpunkt Baissen zu nutzen (so genannte «Wash-out-Tage»), wenn nach einiger Zeit fallender Kurse ein grosser Ausverkaufstag stattfindet. Oft ein guter Einstiegszeitpunkt für Basiswerte, aber nicht für Derivate, weil dann die historische und implizite Volatilität hoch liegen.

 

Derivatemarkt Schweiz: Vontobel weiterhin klare Nummer 1

Im August 2006 wurden an der Schweizer Börse Derivate im Umfang von CHF 3.2 Mrd. umgesetzt. Die Hebelprodukte und die Investmentprodukte hielten sich dabei etwa die Waage. Im Vergleich zu früheren Monaten gewannen damit die Investmentprodukte an Bedeutung. Die Bank Vontobel ist nach wie vor die grösste Anbieterin kotierter Derivate  in der Schweiz. Im vergangenen August erreichte sie einen Marktanteil von 32,9 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen ZKB (16,0 Prozent), UBS (14,0 Prozent), Goldmann Sachs (8,9 Prozent), ABN Amro (6,5 Prozent) und die Bank Leu (5,0 Prozent).


SAURER: SICHERE 12 PROZENT IN NEUN MONATEN?

Welchen Preis wird OC Oerlikon den Publikumsaktionären für ihre Saurer-Aktien bezahlen? Diese Frage beschäftigt die Börse, seit am 6. September bekannt wurde, dass die ehemalige Unaxis vom britischen Hedge Fund «Laxey» ein Paket von rund einem Viertel des Saurer-Kapitals übernommen und dafür  CHF 120.– je Aktie bezahlt hatte.

Nach einer ersten, kaum ernst zu nehmenden Offerte von CHF 93.42 pro Aktie wurde diese auf CHF 110.– erhöht. Die Börse zeigte sich allerdings auch davon wenig beeindruckt. Der Kurs der  Aktie stieg weiter auf aktuell CHF 115.60 (Stand 22. September). Offensichtlich  spekulieren etliche Anleger auf ein höheres Angebot. Erwartet wird,  dass im Sinne einer Gleichbehandlung auch die Publikumsaktionäre schliesslich CHF 120.– pro Titel erhalten werden. Beim jetzigen Kurs dürfte es sich kaum mehr lohnen, noch Aktien oder gar Calls zu kaufen. Stattdessen lässt sich mit dem Erwerb eines Discount- Zertifikats eine stattliche Rendite erzielen. Im September haben sowohl Merrill Lynch als auch OZ Bankers je ein Zertifikat auf den Markt gebracht mit einem Ausübungspreis von CHF 110.– und Verfall am 15. Juni 2007 (SAURE beziehungsweise SAUXI). Zurzeit ist SAURE mit CHF 98.– geringfügig billiger als SAUXI (CHF 98.70). Angesichts des Übernahmeangebots ist man versucht zu denken, dass die Rückzahlung von CHF 110.– und damit ein Gewinn von 12 Prozent sicher sei.

Das ist allerdings nicht der Fall. Es kann nämlich geschehen, dass nicht genügend Aktionäre ihre Titel andienen, womit die Bedingungen des Übernahmeangebots nicht erfüllt werden und dieses damit hinfällig wird. Ausserdem ist zu beachten, dass das Angebot zwar angekündigt, aber noch nicht offiziell publiziert wurde. Deshalb wäre es möglich, dass sich Oerlikon die Angelegenheit noch einmal überlegt und auf eine vollständige Übernahme verzichtet. In beiden Fällen kann der Kurs wieder unter CHF 110.– fallen. Ein allfälliger Verlust wäre dann aber beim Discount-Zertifikat wesentlich geringer als bei der Aktie. Eine weitere Frage, die sich dem Anleger stellt, ist die, was geschieht, wenn die Saurer-Aktie vor dem 15. Juni 2007 dekotiert wird. Beide Emissionsbanken erklären, dass dann der Basiswert entsprechend der Übernahmebedingungen ausgetauscht (also in eine entsprechende Cash-Position umgewandelt) wird. Die Rückzahlung von maximal CHF 110.– erfolgt aber in jedem Fall erst zum Verfalltermin. Trotz der Unwägbarkeiten über die weitere Entwicklung handelt es sich hier zweifellos um eine interessante Möglichkeit, von der gegenwärtigen Situation zu profitieren.

Link: PDF Payoff-Magazin von Derivate Partners

Stocknews.ch Hinweis: Bei der Publikation von Derivate Partners handelt es sich um eine werbefinanzierte 'Informations-Sammlung'. Dabei fällt uns immer wieder auf, dass die Werbepartner auch in den redaktionellen Teilen vertreten sind, sowie dass immer Strukturierte Produkte und Derivate in ein Licht gerückt werden, welches für die Werbepartner von Vorteil ist. Aber gewisse Artikel mit Fakten sind empfehlenswert. Erwarten Sie einfach nicht 100% Objektivität.

 

 

 
< Prev   Next >