Exklusiv: Cablecom traut WiMax noch viel zu
23.11.06 12:32

 


Die Technologie WiMax und Ihre Ausbreitung ist in allen möglichen Ländern von Osteuropa über Asien bis nach Afrika stark am wachsen. Grosse US Hersteller wie Sprint , Nortel und Clearwire sind stark von der Zukunft dieses mobilen Breitbandnetzes überzeugt. Auch in der Schweiz findet sich mit Huber&Suhner ein Hersteller von WiMax Antennen der starkes Wachstum in diesem Bereich ortet (gemäss dem am 14.11. erschienen Interview des CEO mit uns). Wir sprachen deshalb mit Cablecom über BWA/WiMax.


Stocknews.ch: Ist Cablecom sicher, dass diese Technologie wegen der Durchdringung von Kabelanschluss und ADSL nicht interessant ist in der Schweiz?

 

Cablecom: Die WiMax Technologie wird sicher auch in der Schweiz interessant werden, sei es um punktuell ausgewählte Agglomerationen oder später sogar grössere Gebiete mit Breitband-Internet zu versorgen. Sicher wird der Grad des Interesses auch davon abhangen, ob WiMax irgendwann standardmässig bei Endgeräten wie Laptop, PDA oder sogar Handy implementiert sein werden.


Stocknews.ch: Warum hat sich die Swisscom, als einziges Unternehmen in der Schweiz, die zukunftsträchtige BWA-Lizenz des BAKOM erkauft - und cablecom nicht (rhetorisch)? Im Auto, im Zug etc habe ich keine ADSL- oder cable-Buchse - klar ist auch, dass vermehrt mobil Daten konsumiert werden (genügt die Staumeldungen/Zugbenutzung etc anzuschauen). Deshalb können wir von Stocknews.ch nicht ganz nachvollziehen warum das Interesse an BWA von anderen Telco's so gering ist. All die mobilen Arbeiter (ein Trend) etc. werden sicherlich ein solches Angebot schätzen. Der Erfolg der Sunrise Broadband Card beweist ja, dass es einen Markt gibt für diese Art der Benutzung... Wie sieht die Cablecom Spitze dies?

 

Cablecom: Cablecom hält für die Schweiz via Liberty Global bereits eine Lizenz, welche sich für WiMax einsetzen lässt. Sicherlich handelt es sich bei WiMax um eine äusserst interessante Technologie, allerdings denken wir dass es noch zu früh ist, um über konkrete Angebote am Markt zu sprechen.


Stocknews.ch: Mehr und mehr menschen sind darauf angewiesen, dass das Internet für sie immer zugänglich ist. Sollte mal eine Panne eintreten, sollte schnell ein Backup, bzw. eine Ausweichmöglichkeit zu finden sein (gewisse Leute haben ja einfach ein günstiges ADSL zum sicher sein, dass wen Ihr Netz überlastet/'out' ist, sie trotzdem weiter Internet-Zugang haben). Was für Angebote hat cablecom für Leute, die nicht alleine auf Ihre cable-Buchse angewiesen sein wollen?

 

Cablecom: Da die Cablecom-Produkte eine gute Verfügbarkeit aufweisen, brauchen die meisten Kunden sicherlich keine alternative Zugangsmethode. Seit Mai 2006 bieten wir ebenfalls Mobilkommunikation in unserem Sortiment an - sicherlich eine valable Alternative, sich via GPRS, EDGE und sogar UMTS mit dem Internet zu verbinden.


Stocknews.ch: Die Nutzung von Bandbreiten-intensiven Medien (swf, streaming, etc) übers Internet ist stark am wachsen. Inwiefern wirkt sich das auf die Antwortzeit und verfügbare Bandbreite von cablecom aus. Wir können uns vorstellen, dass der durchschnittliche Internet-Session Datenverbrauch exponentiell wächst. Ist Ihr Netz gleich schnell an Bandbreite am gewinnen? Oder wird es wie bei einer Autobahn vermehrt zu Staus kommen, bzw. viel langsameren Download-Speeds?

 

Cablecom: Unsere Netze werden kontinuierlich entsprechend den Anforderungen des Marktes angepasst und ausgebaut. Bereits heute bieten wir, verglichen mit der Konkurrenz, unseren Kundinnen und Kunden bei günstigerem Preis deutlich mehr Bandbreite an.


Wir danken Cablecom Media Relations für die Ausführungen.

 

 


04.12.2006: Am Sonntag blieben bei vielen Cablecom-Anwendern die Bildschirme leer.

Am gestrigen Sonntag streikten bei Cablecom über längere Zeit die DNS-Resolver. So waren Webseiten von Mittag an nicht erreichbar, für die die Anwendercomputer keine IP-Adressen in den DNS-Caches vorhielten. Das Problem ist mittlerweile behoben. Dies bestätigt auch das Trouble Ticket von Cablecom. Anwender, die eigene DNS-Server oder diejenigen eines Konkurrenten benutzen, waren nicht betroffen.
Quelle: Infoweek.ch
Stocknews.ch: Genau das meinten wir mit unserer Frage nach alternativen Möglichkeiten, sollte der seltene Fall eintreten, dass Cablecom den Zugang zu Websites nicht mehr gewähren kann. Während z.b. beim Autor das Internet-Radio funktionierte, waren Websiten wie Google.ch nicht erreichbar. Sollte so etwas während der Woche während x-Stunden passieren, wären unter Umständen e-commerce, etc. stark beinträchtigt, was wiederum zu Einnahme-Ausfällen führen könnte.
 
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