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Basismetalle: China weiter mit gesundem Appetit auf Basismetalle |
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28.03.08 21:23 |
| | | Basismetalle: China weiter mit gesundem Appetit auf Basismetalle
Die Basismetallpreise litten letzte Woche unter dem allgemeinen Ausverkauf an den Rohstoffmärkten, konnten sich jedoch im Laufe dieser Woche etwas erholen. Ausgelöst wurde der Ausverkauf auf breiter Basis durch Sorgen hinsichtlich der künftigen Nachfrage, die wiederum aus dem Rückgang der US-Industrieproduktion im Februar resultierten.
Hinzu kam die Enttäuschung über die Entscheidung der US Federal Reserve, die Zinsen nur um 75 Bp zu senken, anstatt der vom Markt erwarteten 100 Bp. Nickel und Zink waren von dem Ausverkauf am stärksten betroffen. Während die Nickelpreise stark zurückschnellten, hinkten die Zinkpreise dieser Entwicklung hinterher. Nickel wird nunmehr bei rund USD 31’500, Zink bei rund USD 2’400 gehandelt. Aluminium und Kupfer kosten derzeit etwa USD 3’000 bzw. USD 8’500.
Die stärkste Belastung für den Basismetallsektor ist die schwache Nachfrage seitens der westlichen Länder. Dagegen wirkt die Basismetallnachfrage aus China äusserst konstruktiv. Die Erholung der Basismetallpreise wurde durch die Veröffentlichung der jüngsten chinesischen Handelsdaten unterstützt.
Der Aufwärtstrend beim Nettoimport von Basismetallen hat sich fortgesetzt, wodurch einmal mehr die starke Nachfrage nach Metallen aus dem Reich der Mitte bestätigt wird. Die Märkte, an denen China üblicherweise als Nettoimporteur auftritt, wie Kupfer und Nickel, verzeichneten relativ starke Zahlen, wobei die Nickelimporte das Rekordhoch des letzten Monats noch übertrafen und ein neues Allzeithoch erreichten.
Beim Kupferimport dauerte der Aufwärtstrend ebenfalls an. An den Märkten, an denen China traditionell zu den Nettoexporteuren zählt, sinken dagegen die Exportzahlen. Das gilt vor allem für primäres Aluminium, dessen Export im Verlauf des vergangenen Monats zurückgegangen ist. Dies ist nicht überraschend, da die chinesische Regierung versucht, die höchst energieintensive Produktion des Metalls zu drosseln.
In Anbetracht dessen, dass China zugleich der grösste Produzent und Verbraucher von Aluminium ist, wird es sich wesentlich auf den Preis auswirken, wenn China Nettoimporteur von Aluminium wird, wozu es noch in diesem Jahr kommen dürfte. Die aktuellen chinesischen Handelsdaten bestätigen insgesamt unseren verbesserten Ausblick für den Basismetallsektor.
Aluminium, Kupfer und Nickel, welche die chinesischen Basismetall-Nettoimporte in die Höhe getrieben haben, bieten unseres Erachtens das grösste Aufwärtspotenzial, da sie aktuell unter Problemen auf der Angebotsseite leiden. Aluminium leidet hauptsächlich unter Ausfällen bei der Stromversorgung in verschiedenen Ländern weltweit im Zuge von Lieferengpässen bei Kohle sowie unter zu geringen Infrastrukturinvestitionen, Wasserknappheit und extremen Wetterbedingungen.
Hinzu kommt, dass die Aluminiumherstellung aufgrund der steigenden Energiekosten für einige Hüttenwerke unerschwinglich wird, was einen weiteren Produktionsrückgang bewirken dürfte. Am Nickelmarkt erreichte die Stahlindustrie, der grösste Verbraucher dieses Metalls, das Ende ihres Lagerabbauzyklus. Gemeinsam mit den derzeitigen Schwierigkeiten auf der Angebotsseite und den steigenden Produktionskosten in China dürfte dies dem Preis zugutekommen.
Die Aussichten für den Kupferpreis haben sich deutlich verbessert. Allerdings stellt die Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums das grösste Risiko für das Metall dar. Folglich nehmen wir langfristig eine positivere Haltung in Bezug auf Kupfer ein, bleiben jedoch vorerst vorsichtig, bis wir deutliche Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung ausmachen können.
source: CS
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