Swisscanto: Weiter auf Aktien und Firmenanleihen setzen

 

Swisscanto Investment Update November 2009
 
Zürich, 4. November 2009 - Der Wirtschaftsaufschwung dürfte früheren Entwicklungsmustern vorläufig weit ähnlicher verlaufen als von den Auguren derzeit angenommen wird. Der Schuldenabbau bzw. die Erhöhung der Sparquote der amerikanischen Konsumenten dürfte das US-Wirtschaftswachstum weniger als befürchtet beeinträchtigen. Dies sollte den Märkten für riskante Anlagen nochmals Aufschwung geben.

 
Die Erkenntnis, dass der Wirtschaftsaufschwung normaler als vom Konsensus erwartet ist, dürfte die übertriebenen Ängste hinsichtlich der Auswirkungen des Schuldenabbaus durch die US-Konsumenten brechen. Dadurch würde sich auch die negative Korrelation zwischen den Aktien- und den Rohstoffmärkten einerseits und dem US-Dollar andererseits entschärfen und Platz machen für den Preisanstieg von risikobehafteten Vermögenswerten.
 
Aktien sind immer noch günstig bewertet; der Wirtschafsaufschwung dürfte viele normale Elemente aufweisen und nicht beim positiven Lagerhaltungszyklus stehen bleiben. Die Kostenbasis der Unternehmungen wurde aggressiv nach unten gefahren. Es braucht nicht viel Umsatzwachstum für einen starken Anstieg der Unternehmensgewinne. Die Erwartungen der Analysten sind (noch) nicht zu optimistisch. Wir bleiben deshalb in Aktien und Firmenanleihen übergewichtet.
 
Die Korrelation zwischen dem US-Dollar und der Performance von Aktien und Rohstoffen ist derzeit extrem hoch. Wie wahrscheinlich ist eine weitere Abwertung des US-Dollars? Der Devisenmarkt scheint negativ eingestellt zu sein. Diverse Indikatoren zeigen ausserordentlich grosse Shortpositionen in USD an. Dem steht gegenüber, dass der US-Dollar gegenüber dem Schweizerfranken fast 25% unterbewertet ist.
 
Wir schliessen ein weiteres Unterschiessen der Kaufkraftparität durch den Greenback zwar nicht aus, kommen aber zum Schluss, dass der US-Dollar dann extrem billig wäre. In diesem Fall würden wir in einem Portfolio keine Untergewichtung gegenüber der Referenzquote mehr empfehlen. Übersteigen die kurzfristigen Zinsen in den USA jene in Japan wieder, muss man den US-Dollar übergewichten.
 
Da die Volumen in den Hedge Fonds immer noch recht tief und die Spuren der Turbulenzen der letzten Quartale noch deutlich sind, "jagen weniger Jäger mehr Hirsche", so dass der Jagderfolg im Vergleich zu den Vorjahren besser ausfallen dürfte. Wir gewichten deshalb Hedge Funds zu Lasten von kurzfristigen USD-Obligationenanlagen leicht höher als in den Benchmarks vorgesehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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