Addex 1H10 Nettoverlust: 17,3 Mio. CHF
28.07.10 07:37

 

Addex Pharmaceuticals - Finanzergebnisse 1. Hälfte 2010

Genf, Schweiz, 28. Juli 2010 - Addex Pharmaceuticals (SIX:ADXN), ein Unternehmen für allosterische Modulation, gab heute sein Finanzergebnis für die erste Jahreshälfte 2010 bekannt. Die Firma aktualisierte auch den Status ihrer allosterischen Modulator-Pipeline einschliesslich ihres führenden Produkts ADX48621, dessen Phase-II-Entwicklung für Levodopa-induzierte Dyskinesie bei Parkinsonerkrankung (PD-LID) später in diesem Jahr begonnen werden soll.
 

Wichtige Kennzahlen

 
1H10 Nettoverlust: 17,3 Mio. CHF
1H10 Einnahmen: 2,7 Mio. CHF
Finanzmittelbestand am 30. Juni 2010: 56,7 Mio. CHF
Addex 2010 Jahres-Cash-Burn-Guidance auf 30-35 Mio. CHF gehalten
Operativer Cashflow bis Frühjahr 2012

 

 

Pipeline- und Betriebskennzahlen

ADX48621, ein negativer allosterischer Modulator des mGluR5, termingemässer Start der Phase-II-Tests für PD-LID in 4Q 2010 erwartet

ADX71149, ein positiver allosterischer Modulator (PAM) des mGluR2, entwickelt von Ortho-McNeil-Janssen Pharmaceuticals Inc. (OMJPI), vollendet seine Phase-I-Tests

ADX71943: vorklinische Daten bestätigen Arthrose als führende Indikation für diesen GABA-B-positiven allosterischen Modulator

Tim Dyer, Finanzchef des Unternehmens, sagte: "Wir freuen uns, dass wir unsere Cash-Burn-Guidance von 30-35 Mio. CHF für 2010 erwartungsgemäss erfüllen können. Ausserdem hat sich nach neueren Schätzungen, unter Berücksichtigung von Personaleinsparung und Massnahmen zur Kostenkontrolle, unsere Liquidität von Ende 2011 auf Frühjahr 2012 erweitert."


Finanzübersicht 1. Hälfte 2010
 

Der Umsatz von 2,7 Mio. CHF besteht hauptsächlich aus 1,1 Mio. CHF Forschungsmittel und Technologienutzungsgebühren, welche von Merck & Co., Inc. im Rahmen der mGluR4 PAM Forschungszusammenarbeit und Lizenzvereinbarung eingenommen wurden, sowie aus 1,6 Mio. CHF Forschungssteuergutschriften der französischen Regierung bezüglich Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E-Kosten), die 2009 und 2010 bei unserer französischen Niederlassung angefallen waren.
 
Die Forschungs- und Entwicklungskosten reduzierten sich um 22 % auf 16,7 Mio. CHF in der 1. Hälfte 2010 von 21,4 Mio. in der 2. Hälfte 2009 hauptsächlich durch niedrigere klinische Entwicklungskosten.
 
Die allgemeinen Verwaltungskosten reduzierten sich leicht auf 3,3 Mio. CHF in der 1. Hälfte 2010 verglichen mit 3,4 Mio. CHF in der 2. Hälfte 2009 als Ergebnis von Stellenabbau.
 
Der Finanzmittelstand betrug zum 30. Juni 2010 56,7 Mio. CHF, eine Abnahme von 19,9 Mio. CHF verglichen mit der Position Ende 2009 hauptsächlich aufgrund der operativen Kosten.
 

Pipeline-Aktualisierung

 
ADX48621 wird voraussichtlich Ende in 2010 Phase-II-Tests für Levodopa-induzierte Dyskinesie (PD-LID) bei Patienten mit Parkinsonerkrankung sowie Phase-IIa-Tests bei bestimmten Dystonie-Patienten (welche keine PD haben) eingesetz werden. ADX48621 ist ein negativer allosterischer Modulator (NAM) des mGluR5 und zu 100% Eigentum von Addex. Inhibition von mGluR5 ist ein klinisch validierter Wirkungsmechanismus bei PD-LID und verschiedenen anderen Indikationen.

Ortho-McNeil-Janssen Pharmaceuticals, Inc. (OMJPI) vollendet derzeit seine Phase-I-Tests von ADX71149 für Schizophrenie und Angstzustände; die Phase-IIa-Tests sollen 2010 beginnen, bei erfolgreichem Abschluss der Phase-I-Tests und behördlicher Zulassung. Addex hat Anspruch auf bis zu 112 Mio. € bei erfolgreichem Abschluss von Entwicklungs- und Zulassungsmeilensteinen. Ausserdem stehen Addex Lizenzgebühren im unteren zweistelligen (Prozent?-)Bereich für den Vertrieb von ADX71149 zu, vorbehaltlich behördlicher Zulassung und erfolgreichem Vertriebsbeginn. ADX71149 ist ein positiver allosterischer Modulator (PAM) des mGluR2, welcher von OMJPI entwickelt wird. Die Aktivierung von mGluR2 ist ein klinisch validierter Wirkungsmechanismus sowohl bei Schizophrenie als auch bei Angstzuständen.
 
ADX71943 zeigte kürzlich Wirkungen bei mechanischer Hyperalgesie (erhöhte Schmerzempfindlichkeit) und mechanischer Allodynie (durch einen normalerweise harmlosen Reiz erzeugte Schmerzen). Diese wurden im Mononatriumiodoacetat- (MIA) Arthrosemodell, einem Modell chronischer nociceptiver Schmerzen, analysiert. ADX71943 führte zu einer beträchtlichen Reduzierung mechanischer Hyperalgesie und zeigte eine Tendenz zur Reduzierung mechanischer Allodynie sowohl nach akuter als auch subchronischer (8 Tage) Dosierung. Eine statistisch signifikante antihyperalgesische Aktivität wurde bereits am ersten Tag beobachtet und blieb trotz erhöhtem Schmerzgrad bis zum 8. Tag bestehen. Der Beginn der Phase-I-Tests für ADX71943 ist für 2011 geplant.
 


Addex Pharmaceuticals
(www.addexpharma.com) erforscht und entwickelt allosterische Modulatoren für den therapeutischen Einsatz und konzentriert sich auf validierte therapeutische Targets bei ZNS-Krankheiten, Stoffwechselstörungen und Entzündungen. Vorbehaltlich des Abschlusses der Phase-I-Tests und der behördlichen Zulassung wird 2010 bei vier Indikationen für zwei Hauptprodukte mit dem Beginn der klinischen Phase-II-Studie gerechnet: ADX48621, ein negativer allosterischer Modulator (NAM) des mGluR5, der gegen Dystonien und Levodopa-induzierte Dyskinesien (PD-LID) bei Parkinson-Patienten entwickelt wird; und ADX71149, ein positiver allosterischer Modulator (PAM) des mGluR2, der gegen Schizophrenie und Angstzustände wirken soll. Bei dem dritten Produkt ADX71943, dem positiven allosterischen Modulator (PAM) des GABA-B-Rezeptors mit Potenzial zur Behandlung von chronischen Schmerzen, soll gegen Ende 2010 mit der Phase-I-Studie begonnen werden. Darüber hinaus hat Merck & Co., Inc. Rechte an zwei präklinischen Produkten auslizenziert: mGluR4 PAM gegen Parkinson und mGluR5 PAM gegen Schizophrenie. Weitere in der präklinischen Entwicklung befindliche Programme umfassen: mGluR2 NAM, GLP1R PAM, IL1R1 NAM und TNFR1 NAM. Sowohl Roche Venture Fund als auch SR-One, der Venture-Capital-Fonds von GlaxoSmithKline, haben in Addex investiert.
 
 

 
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