Basler Kantonalbank mit solidem Halbjahresergebnis
29.07.10 10:31

 

Mit einem Halbjahresgewinn von 40,8 Mio. CHF (-9,4%) sowie einem Bruttogewinn von 150,5 Mio. CHF (-14,9%) konnte das Stammhaus Basler Kantonalbank erwar-tungsgemäss nicht ganz an die ausserordentlich gute, von Einmaleffekten geprägte Vergleichsperiode des Vorjahres anknüpfen. Ein markanter Zuwachs konnte hinge-gen mit +4,3 Mrd. CHF resp. +14,8% beim Kundenvermögen erzielt werden.


Der Halbjahresabschluss des Konzerns BKB ist mit einem Bruttogewinn von 174,9 Mio. CHF aufgrund von Einmaleffekten nur bedingt mit dem Vorjahresergebnis vergleichbar.
Halbjahresabschluss 2010 Stammhaus Basler Kantonalbank:


Zuwachs der Kundenvermögen von +4,3 Mrd. CHF


Das Kundenvermögen erhöhte sich, vorwiegend durch die Integration der AAM Privatbank AG in Liquidation, deutlich auf hohe 33,2 Mrd. CHF. Damit konnte im 1. Halbjahr 2010 ein hoher Zuwachs von +4,3 Mrd. CHF oder +14,8% erzielt werden. Zudem durfte die Basler Kantonalbank im 1. Halbjahr 2010 rund 6'800 neue Kundinnen und Kunden begrüssen.

 

 

Kundenausleihungen um +547 Mio. CHF gesteigert


Die Bilanzsumme der Basler Kantonalbank nahm im 1. Semester 2010 deutlich um +3,4 Mrd. CHF oder +16,6% auf 23,6 Mrd. CHF zu. Ein weiterhin erfreuliches Wachstum ver-zeichneten die Kundenausleihungen mit +547 Mio. CHF auf 11,9 Mrd. CHF per 30.06.2010 (31.12.2009: 11,4 Mrd. CHF). Gegenüber Jahresbeginn konnten bei den Hy-pothekarforderungen erfreuliche Zuwächse von +3,0% auf fast 9 Mrd. CHF erzielt werden.

 

 

Rückläufiges Zinsengeschäft


Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft liegt mit 107,1 Mio. CHF um -11,4% unter dem Vorjah-resergebnis. Ursache dafür bilden einerseits der verstärkte Margendruck im Ausleihungs-geschäft und die eingeschränkten Anlagemöglichkeiten für die überschüssige kurzfristige Liquidität. Andererseits sind höhere Kosten für die Absicherung der Bilanz gegen Zinsän-derungsrisiken angefallen.

 

 

Erfolgreiches Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft


Ein sehr erfreuliches Ergebnis resultiert aus dem Kommissions- und Dienstleistungsge-schäft. Dieses übertrifft mit 62,0 Mio. CHF die Vorjahresperiode deutlich um +8,9%.

 

 

Operative Fortschritte im Handelsgeschäft


Das Ergebnis aus dem Handelsgeschäft trug mit 55,7 Mio. CHF erneut wesentlich zum Bruttogewinn bei. Es liegt 16,5 Mio. CHF unter dem ausserordentlich erfolgreichen Vor-jahr, in welchem jedoch einmalige Kursgewinne auf dem Obligationen-Portfolio im Han-delsbestand angefallen sind. Unter Berücksichtigung dieses Sondereffekts von nahezu 20 Mio. CHF konnten mit dem erzielten Ergebnis operativ Fortschritte gegenüber dem Vorjahr erzielt werden.

 

 

Moderate Kostenentwicklung


Der Geschäftsaufwand hat in Anbetracht des starken Wachstums der Geschäftstätigkeiten mit +2,7% nur moderat zugenommen. Der Personalaufwand stieg u.a. aufgrund zusätzli-cher Stellen durch die Integration der AAM Privatbank AG in Liquidation und durch Anstel-lung neuer Beraterteams im BKB-Private Banking Zürich um +9,2% auf 64,7 Mio. CHF. Der Sachaufwand konnte markant um -13,1% auf noch 41,2 Mio. CHF reduziert werden (Vorjahr: 47,3 Mio. CHF). So stellten sich erste Effizienzgewinne im Betrieb und Unterhalt der neuen IT-Plattform Avaloq ein.

 

 

Bruttogewinn auf hohem Niveau


Der um die Kosten der IT-Migration bereinigte Bruttogewinn erreicht im 1. Semester 2010 insgesamt 150,5 Mio. CHF, was ein Rückgang von -14,9% im Vergleich zum Rekorder-gebnis von 2009 bedeutet.

 

 

Vorsichtige Risikopolitik


Die Abschreibungen auf dem Anlagevermögen betragen 29,6 Mio. CHF resp. +30,3% ge-genüber dem Vorjahr. Darin enthalten ist insbesondere die Wertanpassung der strategi-schen Beteiligung an der Nationale Suisse, die aufgrund des aktuellen Börsenkurses um weitere 5,9 Mio. CHF (Vorjahr: 10,6 Mio. CHF) reduziert werden musste, sowie eine am Integrationszeitpunkt vorgenommene Wertkorrektur bei der Beteiligung an der AAM Pri-vatbank AG in Liquidation. Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste betragen 9,7 Mio. CHF (Vorjahr: 10,2 Mio. CHF). Damit ist sichergestellt, dass für sämtliche erkenn-baren Risiken ausreichend Rückstellungen gebildet wurden.

 

 

Halbjahresgewinn von 40,8 Mio. CHF


Dank dem erfreulichen Ergebnis auf hohem Niveau konnte den Reserven für allgemeine Bankrisiken erneut ein substanzieller Beitrag von 54 Mio. CHF zugewiesen werden. Der Halbjahresgewinn beträgt 40,8 Mio. CHF und liegt damit rund 4,3 Mio. CHF unter dem re-kordhohen Vorjahresergebnis.

 

 

Wertsteigerung BKB-Partizipationsschein +20,2%


Der Börsenkurs des BKB-Partizipationsscheins konnte im 1. Halbjahr 2010 über 20% an Wert zulegen. Die Performance des BKB-PS überzeugt auch langfristig und überstieg in den letzten 10 Jahren diejenige des SMI resp. des SPI-Bankenindex deutlich. Damit ist es der Basler Kantonalbank gelungen, langfristig bedeutende Werte für ihre Eigentümer zu schaffen.

 

 

Ausblick 2. Semester 2010


Hans Rudolf Matter, Direktionspräsident der Basler Kantonalbank: „Das markante Wachstum beim Kundenvermögen und der deutliche Ausbau von Marktanteilen im Bilanz-geschäft beinhalten nachhaltige Ertragspotenziale. Dem stehen ein anhaltend tiefes Zins-umfeld und eine unsichere Entwicklung an den Finanzmärkten gegenüber.

 

 

Konsolidiertes Halbjahresergebnis 2010


Der Konzern BKB besteht aus dem Stammhaus Basler Kantonalbank und der Bank Coop AG. Auf Konzernebene ist das Halbjahresergebnis aufgrund von Einmaleffekten nur be-dingt mit dem Vorjahresergebnis vergleichbar.

 

 

Halbjahresabschluss durch Einmaleffekte beeinflusst


Der Halbjahresabschluss des Konzerns BKB ist mit einem bereinigten Bruttogewinn von 174,9 Mio. CHF (Vorjahr: 220,4 Mio. CHF) aufgrund der nachfolgenden Einmaleffekte er-wartungsgemäss schwächer ausgefallen als im Vorjahr: Erstens konnten der Goodwill aus der Übernahme der AAM Privatbank AG in Liquidation bereits innerhalb eines Jahres nach dem Kauf vollständig abgeschrieben und alle einmaligen Integrationskosten dem Ge-schäftsaufwand belastet werden. Zweitens blieben die im Handelserfolg des Vorjahres er-zielten ausserordentlichen Kursgewinne auf den umfangreichen eigenen Obligationenbe-ständen aus, was ebenfalls erwartet wurde. Drittens haben sich im Vorjahr massgebliche Sondererträge aus Beteiligungsverkäufen an der Sourcag AG und an der Jurassischen Kantonalbank ergeben. Dies führte dazu, dass der Konzerngewinn im Vorjahr mit 161,7 Mio. CHF deutlich besser ausfiel als im Berichtsjahr.

 

 

Starkes Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft


Im Rahmen des ordentlichen Geschäftsgangs konnte hingegen der Erfolg aus dem Kom-missions- und Dienstleistungsgeschäft markant um erfreuliche +13,6% auf über 100 Mio. CHF gesteigert werden. Höhere Kosten zur Absicherung der Bilanz gegen Zinsänderungs-risiken sowie der anhaltende Margendruck führten zu einem im Vergleich zum Vorjahr um -7,7% tieferen Zinserfolg.

 

 

Ungebrochen hohes Kundenvertrauen


Die konsolidierte Bilanzsumme stieg vergleichsweise stark um +9,2% auf 35,8 Mrd. CHF an. Die Kundenausleihungen konnten um +0,88 Mrd. CHF gesteigert werden, wobei diese Zunahme mit einer unverändert konservativen Kreditpolitik erreicht wurde. Insbesondere im Hypothekargeschäft werden keine Kompromisse bei den Tragbarkeits- und Beleh-nungsrichtlinien eingegangen. Die Bankengelder und die Forderungen aus Geldmarktpa-pieren erhöhten sich aufgrund der reichlich zufliessenden kurzfristigen Liquidität um +0,94 Mrd. CHF. Der erfreuliche Zuwachs der Kundengelder um +5,9% auf knapp 23,0 Mrd. CHF zeugt vom ungebrochen hohen Vertrauen unserer Kundschaft. Die Kundenvermögen haben gegenüber Ende 2009 um +2,4% zugenommen und kommen damit knapp unter die Grenze von 50 Mrd. CHF zu liegen.

 

 

Ausblick

 

Die höheren Kundenvermögen und der deutliche Ausbau von Marktanteilen im Bilanzge-schäft beinhalten nachhaltige Ertragspotenziale für die Zukunft.


Weitere Details und Informationen zum Download zu den Halbjahresabschlüssen Stammhaus Basler Kantonalbank und Konzern BKB finden Sie auf der Website www.bkb.ch.

 

 

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