Durchschnittlicher Deckungsgrad der Schweizer Pensionskassen fällt wieder unter 100 Prozent
12.08.10 15:41

 
Swisscanto Pensionskassen-Monitor per 30. Juni 2010

Zürich, 12. August 2010 - Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor zeigt für das zweite Quartal 2010 eine Verschlechterung der Finanzierungssituation der schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen. Per 30. Juni 2010 reduzierte sich unter Einbezug der öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen die durchschnittliche, vermögensgewichtete Deckung von 100,5% auf 97,9%.

 

Mit einem Deckungsgrad von 103,8% haben sich die Reserven der privat-rechtlichen Pensionskassen gegenüber dem Vorquartal um 2,8 Prozentpunkte verringert. Die öffentlich-rechtlichen Kassen weisen mit 91,2% weiterhin eine Unterdeckung auf.

Die Erhöhung des Deckunsgrads der schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen, die mit dem zweiten Quartal 2009 einsetzte und rund ein Jahr andauerte, wurde nach zwölf Monaten mit dem zweiten Quartal 2010 unterbrochen. Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor per 30. Juni 2010 weist gegenüber dem Vorquartal eine Verringerung der durchschnittlichen, vermögensgewichteten Deckung von 100,5 % auf 97,9% aus. Für das erste Halbjahr ergibt sich ein Rückgang um 0,9 Prozentpunkte. Für die privat-rechtlichen Pensionskassen beträgt die Abnahme der durchschnittlichen Deckung im zweiten Quartal 2,8 Prozentpunkte auf 103,8%, für die öffentlich-rechtlichen 2,5 Prozentpunkte auf 91,2%.

Im laufenden Jahr konnten die erfassten Vorsorgeeinrichtungen eine durchschnittliche, vermögensgewichtete Rendite von lediglich 0,2% erzielen. Das angespannte Marktumfeld hat im zweiten Quartal zu einer negativen Performanceentwicklung bei den Vorsorgeeinrichtungen geführt und somit die Verbesserung der Deckungsgradsituation im ersten Quartal wieder rückgängig gemacht.

Insgesamt befindet sich per 30. Juni 2010 noch rund ein Viertel aller erfassten Pensionskassen in Unterdeckung. Bei den öffentlich-rechtlichen sind es 70%, bei den privat-rechtlichen 20%.
 
 
Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor beruht auf den Daten des AWP/Complementa Risiko Check-up und der Swisscanto Pensionskassen-Umfrage. Grundlage für die aktuellen Schätzungen per 30. Juni 2010 bilden die effektiven Angaben per 31. Dezember 2009 von 419 Vorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögen von insgesamt CHF 400 Mia. Die Schätzungen sind Hochrechnungen aufgrund der Marktentwicklungen und der von den Umfrageteilnehmern zu Beginn des Jahres 2010 gewählten Anlagestrategie.

 

 

Swisscanto - ein führender Asset Manager

In der Schweiz ist Swisscanto einer der führenden Anlagefondsanbieter, Vermögensverwalter und Anbieter von Lösungen der beruflichen und privaten Vorsorge. Das Gemeinschaftsunternehmen der Schweizer Kantonalbanken verwaltet Kundenvermögen von CHF 58,1 Mia. und beschäftigt 450 Mitarbeitende in Zürich, Bern, Basel, Pully, Neuchâtel und London (Stand 30. Juni 2010).

Als ausgewiesener Spezialist entwickelt Swisscanto qualitativ hochstehende Anlage- und Vorsorgelösungen für private Anleger, Firmen und Institutionen. Swisscanto wird national und international regelmässig als bester Fondsanbieter ausgezeichnet und ist für seine Vorreiterrolle bei nachhaltigen Anlagen sowie für die jährlich publizierte Swisscanto Pensionskassenstudie bekannt.

 

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