US-Konjunktur - alles wie gehabt
14.08.10 10:14


Die FED macht weiter. Die Probleme bleiben.

Weil die US-Konjunktur neue Schwächezeichen „funkt“, hat sich die Notenbank FED auf ihrer Sitzung am Dienstag zu einer Fortsetzung der Politik des Quantitative Easing entschlossen. Allerdings verschiebt sich der Fokus der lockeren Geldpolitik leicht. Die Geldmittel, die beim Verkauf der hypothekengesicherten Anleihen und Papiere der Hypothekenfinanzierer frei werden, sollen nun zum Kauf neuer Staatsanleihen verwendet werden.

Unterm Strich bleibt die Hilfe für die Wirtschaft damit erhalten, doch ihre Gewichtung verschiebt sich weg vom Immobilienmarkt hin zu einer allgemeinen Unterstützung der Konjunktur. Unter Experten ist die Entscheidung umstritten. „Die Idee, dass mit dauerhaft niedrigen Zinsen und einem Ausweiten der Geldmenge die Krise, die durch zu niedrige Zinsen und zu viel Kredit und Geld verursacht wurde, aus der Welt geschaffen werden kann, ist ökonomisch nicht nachvollziehbar“, so die Kritik von Thorsten Polleit, Chefvolkswirt von Barclays Capital Deutschland.

Viele rechnen nun damit, dass die FED alles daran setzen wird, Inflation zu erzeugen, um der Gefahr einer Deflation vorzubeugen. „Unter diesen Umständen wird die FED immer das Risiko einer Inflation dem eines Wirtschaftsabschwungs vorziehen“, so Max Otte, Wirtschaftsprofessor an der Fachhochschule Worms. Mittelfristig spricht dies für eine Fortsetzung der Goldhausse. Aber auch der Aktienmarkt könnte vom Quantitative Easing trotz aller Probleme profitieren.

 

 

 

 

Quelle: RBS

 

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