Saxo Bank Makrostratege: Die Eurozone ist gespalten, die Kluft zwischen Nord und Süd tief
16.08.10 19:13

 

"Die Eurozone ist gespalten, die Kluft zwischen Nord und Süd tief", beurteilt Mads Koefoed, Makrostratege bei der Saxo Bank, die jüngsten Zahlen zum BIP der Eurozone.

Insgesamt ist die Wirtschaft in der Eurozone im Jahresvergleich um solide 1,7 Prozent gewachsen. Die Zahlen seien erfreulich, dennoch bleibt Koefoed skeptisch: "Ohne den Beitrag der Deutschen wäre die europäische Wirtschaft bei 0,9 Prozent Wachstum stagniert", erklärt er.

 

"Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Quartal um 2,2 Prozent gewachsen, was einer annualisierten Wachstumsrate von 9,1 Prozent entspräche. Solche Sprünge sind wir sonst von China gewohnt. Nicht einmal ein Prozent konnten dagegen andere Mitgliedsländer seit Juni 2009 beisteuern. Schlicht nicht vom Start weggekommen sind die PIGS-Staaten mit nur 0,3 Prozent Wachstum."

Die aktuell guten Entwicklungen werden nicht ewig anhalten. Auch für Deutschland sagt Koefoed rauen Gegenwind voraus: "Als Exportnation ist das Land darauf angewiesen, dass es den Handelspartnern gut geht. Doch die werden weiterhin nur langsam vorankommen", befürchtet er. "Deutschland ist zurzeit sicherlich die Lokomotive der Euro-Wirtschaft, doch die Passagiere sind am Bahnsteig zurückgeblieben", so der Saxo Bank Experte abschliessend.
 

 

Comment - Kommentar
Add NewSearchRSS
Name:
RE:

Powered by JoomlaCommentCopyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved.Homepage: http://cavo.co.nr/

 
< Prev   Next >