Walter Meier steigert Umsatzrendite markant dank neu aufgestelltem Fertigungsgeschäft
18.08.10 07:13

 

§ Umsatzrückgang um 6.4 Prozent auf CHF 299.1 Mio.
§ Aus den fortgeführten Geschäftsaktivitäten und bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte resultiert ein Umsatzzuwachs von 0.9 Prozent
§ Steigerung der EBIT-Marge von 2.9 auf 4.8 Prozent, hauptsächlich als Folge der erfolgreichen Restrukturierung des Fertigungsgeschäftes in Nordamerika
§ Der Konzerngewinn wächst um 13.6 Prozent auf CHF 10.0 Mio.
 

«Die letztes Jahr erfolgreich umgesetzte Restrukturierung des nordamerikanischen Fertigungsgeschäftes wirkte sich wie erwartet äusserst positiv auf die EBIT-Marge aus», erklärt CEO Silvan G.-R. Meier die Ergebnissteigerung. «Ein wesentlicher Bestandteil dieser Restrukturierung war der bewusste Verzicht auf das margenschwache Geschäft mit den grossen Baumarktketten, was auch den Umsatzrückgang auf Konzernebene erklärt».
 


Konzern


Der Klima- und Fertigungstechnikkonzern Walter Meier weist im ersten Halbjahr 2010 gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr einen Umsatzrückgang von 6.4 Prozent auf CHF 299.1 Mio. aus. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseffekte beträgt der Rückgang 5.2 Prozent. Werden die im Zuge der letztjährigen Restrukturierung in Nordamerika eingestellten Geschäftsaktivitäten ausgeklammert, resultiert ein Umsatzplus von 0.9 Prozent.
Während sich die Umsätze in der Klimatechnik im Schweizer Heimmarkt auf dem erfreulich guten Niveau des Vorjahres hielten, mussten deutliche Rückgänge in Frankreich verbucht werden.


Der EBIT konnte im ersten Halbjahr 2010 um 55.9 Prozent auf CHF 14.5 Mio. deutlich gesteigert werden. Dies entspricht einer Verbesserung der EBIT-Marge von 2.9 auf 4.8 Prozent. Getragen wurde die Ergebnisentwicklung im Wesentlichen durch die erfolgreiche Restrukturierung des Fertigungsgeschäftes in Nordamerika. Belastend wirkte der Umbau des Klimageschäftes in Frankreich.


Der Konzerngewinn belief sich auf CHF 10.0 Mio., was einer Verbesserung zum Vorjahr von 13.6 Prozent entspricht. Während im Vorjahr die Währungseffekte das Finanzergebnis noch positiv beeinflussten, mussten nun insbesondere aufgrund der Euro-Schwäche negative Umrechnungseffekte zum Bilanzstichtag (Translationseffekte) verbucht werden. Demgegenüber gleichen sich die Transaktionseffekte im ersten Halbjahr 2010 weitgehend aus.


Das betriebsnotwendige Vermögen konnte auf dem guten Niveau vom Dezember 2009 gehalten werden. Das Nettoguthaben war aus saisonalen Gründen leicht rückläufig und beträgt zum Stichtag CHF 23.1 Mio. Das Eigenkapital beläuft sich auf CHF 150.7 Mio., dies entspricht einer geringfügig reduzierten Quote von 46.5 Prozent. Die Veränderung des Eigenkapitals ist geprägt durch die im Juni 2010 durchgeführte Kapitalherabsetzung und den weitergeführten Ankauf eigener Aktien über die zweite Handelslinie.
 
 
Klimatechnik


Im Konzernbereich Klimatechnik erzielte Walter Meier einen Umsatz von CHF 200.5 Mio., 2.3 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Konsolidierungs- und währungsbereinigt reduziert sich der Rückgang auf 1.6 Prozent.


Die Geschäftseinheiten konnten das Umsatzniveau des Vorjahres in Lokalwährung halten oder im Vorjahresvergleich sogar leicht zulegen, einzig das Frankreichgeschäft musste deutliche Einbussen hinnehmen. Dies ist einerseits auf die rückläufige Marktentwicklung des französischen Heizungsmarktes zurückzuführen, andererseits auf den im zweiten Quartal bereits begonnenen Ausstieg aus dem Handel mit Klimageräten und Split-Wärmepumpen.
Der weltweite Umsatz mit Geräten und Systemen zur Raumluftbefeuchtung konnte im ersten Halbjahr 2010 währungsbereinigt leicht ausgebaut werden.


Der EBIT in der Klimatechnik betrug im ersten Halbjahr 2010 CHF 10.0 Mio., was einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von CHF 4.5 Mio. oder 31.0 Prozent entspricht. Die EBIT-Marge verringerte sich von 7.1 auf 5.0 Prozent. Bereinigt um die erwarteten Aufwendungen für die Restrukturierung in Frankreich konnte die Ertragskraft der vergangenen Jahre weitgehend gehalten werden. Die Restrukturierungsaufwendungen setzen sich aus Wertberichtigungen auf Lagerbestände, Aufwendungen für Garantieleistungen, Zahlungsverpflichtungen für eine gemietete Liegenschaft sowie aus einem Sozialplan für den Abbau des Mitarbeiterbestandes zusammen.
 
 
Fertigungstechnik


Der Konzernbereich Fertigungstechnik weist einen Umsatz von CHF 98.6 Mio. aus. Dies entspricht einem Rückgang zum Vorjahr von 13.7 Prozent. Währungsbereinigt fällt der Rückgang mit 11.8 Prozent etwas geringer aus. Werden die Umsätze aus dem im Laufe des ersten Halbjahres 2009 eingestellten Geschäfte mit grossen Baumarktketten in Nordamerika zusätzlich ausgeklammert, wird für die weitergeführten Geschäftsaktivitäten ein deutlicher Umsatzzuwachs von 6.6 Prozent ausgewiesen.


Während das Geschäft mit automatisierter Metallbearbeitung in der Schweiz auf tiefem Niveau stabil war, erholten sich die weltweiten Umsätze mit manuellen Holz- und Metallbearbeitungsmaschinen für Gewerbe, Bau und Industrie von den deutlichen Einbrüchen des Vorjahres.


Der EBIT in der Fertigungstechnik verbesserte sich deutlich auf CHF 5.4 Mio. Die EBIT-Marge konnte von –1.9 auf 5.5 Prozent gesteigert werden. Zu dieser erfreulichen Entwicklung haben sämtliche Geschäftseinheiten beigetragen, der Grossteil davon kam jedoch aus Nordamerika und ist die Folge der bereits Ende 2008 frühzeitig initiierten und inzwischen vollständig umgesetzten Restrukturierungsmassnahmen.
 


Personelles


Im Vergleich zum Jahresende 2009 reduzierte sich der Personalbestand um 20 Mitarbeitende auf 1555 Mitarbeitende (Vollzeitstellen). Per Saldo nahm die Anzahl in der Fertigungstechnik um neun Mitarbeitende und in der Klimatechnik um 20 Mitarbeitende ab, wobei es sich bei letzterem Rückgang teilweise um Übertritte aus der Klimatechnik in die konzernweite Serviceeinheit handelte.
 


Ausblick


Walter Meier rechnet in der zweiten Jahreshälfte insgesamt mit einem anhaltend anspruchsvollen Marktumfeld. Die Entwicklung wird weiterhin in den Konzernbereichen und in den einzelnen Märkten sehr unterschiedlich verlaufen. In der Fertigungstechnik erwartet Walter Meier eine Fortsetzung des moderaten Zuwachses aus dem ersten Halbjahr. In der Klimatechnik wird der restrukturierte Umsatzrückgang in Frankreich durch einen gemäss Prognosen weiterhin stabilen Schweizer Markt voraussichtlich weitestgehend aufgefangen werden können.
 
 
Termine


31. Dezember 2010: Abschluss des Geschäftsjahres 2010
22. Februar 2011: Geschäftsbericht 2010 sowie Medien- und Finanzanalystenkonferenz
15. März 2011: Generalversammlung
 
 
Walter Meier
ist ein internationaler Klima- und Fertigungstechnikkonzern. Das Unternehmen wurde 1937 in Zürich gegründet und ist heute in über 70 Ländern tätig. 1600 Mitarbeitende erwirtschaften einen Umsatz von etwa CHF 650 Mio. Walter Meier legt Wert auf kundenspezifische Gesamtlösungen und umfassenden Support. Die Aktien von Walter Meier sind an der SIX Swiss Exchange kotiert (Symbol WMN).

 

 

 
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