|
Aufgrund der deutlich günstigeren Konjunkturdaten aus Europa (vor allem aus Deutschland), der starken Quartalszahlen und der positiven Ergebnisse der Stresstests für europäische Banken hat sich die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten im Juli wieder normalisiert. Dazu trug auch die Tatsache bei, dass nach der Staatsanleihenkrise in Europa andere Themen ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückten. Trotz der heftigen Krise im Mai hat das Unternehmens- und Verbrauchervertrauen im Euroraum überraschenderweise inzwischen wieder ein historisch hohes Niveau erreicht. Deutschland verzeichnete außerdem im zweiten Quartal ein unerwartet kräftiges Wachstum (+3,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal). In China verlangsamt sich das Wachstum wie von uns erwartet. In unserer komplexen Weltwirtschaft, die von beträchtlichen Unsicherheiten geprägt ist, kann es jedoch immer wieder rasch zu Nervosität kommen, wie sich im August erneut zeigte. Der Auslöser war, dass die Beschäftigungsdaten und das Verbraucher- und Geschäftsvertrauen in den USA enttäuschend ausfielen. Gleichzeitig lehnt der US-Kongress es zunehmend ab, den privaten Sektor durch neue fiskalpolitische Maßnahmen zu stützen. Dies könnte jedoch angesichts des enttäuschenden Beschäftigungszuwachses und des Stands der Vertrauensindizes durchaus angemessen sein. Ausblick: Rückstufung von Aktien und Rohstoffen auf neutral In der ersten Augusthälfte fielen die makroökonomischen Daten in den USA, Großbritannien und Japan eher enttäuschend aus. Inzwischen bauen sich Desinflations- (bzw. Deflations-) befürchtungen auf. Angesichts der im Jahr 2011 anstehenden fiskal- und steuerpolitischen Herausforderungen und der Zweifel an den Wachstumsaussichten vor allem der Industrieländer haben wir beschlossen, unsere Risiken in gemischten Portfolios zu reduzieren. Trotz günstiger Bewertungen und rekordhoher Unternehmensgewinne mangelt es unseres Erachtens kurzfristig an Katalysatoren, die zu einer Verlängerung der jüngsten Rallye von riskanteren Vermögenswerten führen könnten. Daher haben wir unsere Übergewichtung von Aktien und Rohstoffen im Vergleich zu Fixed Income jüngst auf eine neutrale Position reduziert. Wir sind inzwischen noch optimistischer für Aktien aus den Emerging Markets. Wir setzen nunmehr vor allem auf eine Übergewichtung der Emerging Markets und eine Untergewichtung der Industrieländer. Angesichts der voraussichtlich langfristig niedrigen Zinsen bleiben High-Dividend-Strategien weiterhin attraktiv.
Über ING Investment Management:
ING Investment Management (ING IM) ist ein führender globaler Asset Manager mit nahezu Euro 376 Milliarden Assets under Management. Mit über 800 Investment-Experten und 3.500 Mitarbeitern ist ING IM in 33 Ländern in Nord-, Mittel,- und Südamerika, Asien-Pazifik, Europa und im Nahen Osten vertreten. ING IM ist der vorrangige Asset Manager der ING Group. ING IM nutzt eigenes Research und Analysen, globale Ressourcen und Risiko Management, um ein breit gefächertes Angebot an Strategien, Investment-Produkten und Beratungsleistungen in allen wichtigen Anlageklassen und -stilen anbieten zu können. In Europa und dem Nahen Osten hat ING IM Standorte in 15 Ländern und verwaltet ca. 150 Milliarden Euro Assets under Management.
|