Autoverkäufe werden eher anziehen als fallen, meint BNY Mellons Chefökonom
15.11.11 12:33

 

Fundamentalthese: Autoverkäufe werden eher anziehen als fallen, meint BNY Mellons Chefökonom Richard B Hoey

Ausblick für die Globalwirtschaft hängt von Schweregrad und Dauer der europäischen Finanzkrise ab

LONDON & NEW YORK, 15. November, 2011 –
Manche der zyklischen Schlüsselsektoren liegen immer noch darnieder und so ist grundsätzlich zu erwarten, dass sie eher steigen als sinken werden. Das zumindest ist die Fundamentalthese für die Bereiche  Autos, Investitionen und Wohnbauten, die BNY Mellons Chefökonom Richard B. Hoey in seiner Oktoberausgabe des „Economic Update“ vertritt.

Autoverkäufe haben sich im Gegensatz zur üblichen Situation in Phasen vor einer Rezession nur leicht erholt, von einer „Tiefkeller-Ebene ins erste Untergeschoss“, so Hoey. Er glaubt zudem, dass die Anfälligkeit für einen drastischen Rückgang limitiert ist.

“Wir glauben, dass die US-Autoverkaufszahlen eher steigen als fallen werden”, sagt Hoey. „Eine ähnliche Fundamentalthese gilt auch für andere zyklische Bereiche, insbesondere Investitionen. Der Wohnbau-Bereich ist hingegen ein Spezialfall: Er steckt immer noch im Kellergeschoss, und Wohnbau-Investitionen als Teil des Bruttoinlandproduktes BIP sind derzeit massiv geschwächt.“

Mit Blick auf die globale Wirtschaft meint Hoey dass die Aussichten hauptsächlich vom Schweregrad und der Dauer der europäischen Finanzkrise abhängen werden.

“Wir erwarten weder einen undisziplinierten Finanz-Zusammenbruch noch eine saubere, ordentliche Lösung dieser Krise“ so Hoey. „Angesichts der sehr langsamen Entscheidungsfindung zahlreicher Politiker in Europa erwarten wir eher einen halbwegs geordneten „Stop-and-Go“-Prozess, der das schlimmste Szenario zwar abwehren kann, die europäische Schuldenkrise aber im Laufe der Zeit nur graduell verringert.“

 
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