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Wechselkursentwicklung beeinflusst Finanzberichterstattung kotierter Unternehmen Der starke Schweizer Franken sowie zunehmende Wechselkursschwankungen haben im vergangenen Finanzjahr die Finanzberichterstattung Schweizer Unternehmen stark beeinflusst. Die Themen Risikomanagement, Finanzinstrumente und Auswirkungen von Wechselkursschwankungen standen in den Jahresabschlüssen besonders im Fokus einer neuen Studie vom Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte. Die Studie zeigt auch die möglichen Auswirkungen von neuen Standards auf die zukünftigen Jahresrechnungen auf. Im Rahmen der jährlich stattfindenden IFRS-Studie 2011 wurden die Jahresabschlüsse von 30 Schweizer Industrie- und Handelskonzernen analysiert, die an der SIX Swiss Exchange kotiert sind und eine Marktkapitalisierung von insgesamt CHF 582 Milliarden aufweisen. Um die Einheitlichkeit der Analyse sicherzustellen, wurden Banken und Versicherungen aufgrund ihrer spezifischen Rechnungslegungsproblematik von der Analyse ausgenommen. Die Studie zeigt, dass Veröffentlichungsfristen und die Länge der Jahresabschlüsse gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert geblieben sind. Im Durchschnitt veröffentlichen die Unternehmen ihre Finanzergebnisse innerhalb von 37 Tagen nach Ende des Finanzjahres. Im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern ist die Schweiz damit sowohl im Hinblick auf die Schnelligkeit als auch bezüglich der Qualität der bereitgestellten Informationen eher gut positioniert. 83% der ausgewählten Schweizer Unternehmen präsentieren ihre Jahresabschlüsse in Schweizer Franken. 63% davon veröffentlichen Informationen zum Einfluss der Währungseffekte auf die Umsätze. Die Studie prognostiziert die Auswirkungen bevorstehender Änderungen der Rechnungslegungsstandards– beispielsweise im Fall der überarbeiteten Version des IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer. Der revidierte Standard, der spätestens ab 1. Januar 2013 anzuwenden sein wird, bringt erhebliche Veränderungen für Schweizer Unternehmen mit sich, unter anderem die Abschaffung der sogenannten "Korridormethode" oder die Anwendung des Abzinsungssatzes auf die Nettoaktiven oder –passiven der Vorsorgepläne und somit Verzicht auf die Annahme eines „erwarteten“ Kapitalertrags. Laut der Studie dürften diese Änderungen zu einer Erhöhung der Versorgungskosten für die schweizerischen Gesellschaften um durchschnittlich 34% und zu einer Reduktion des Eigenkapitals um 5-10% führen.
Weitere Ergebnisse der Studie: · Die Schweizer Gesellschaften haben das Jahr 2010 genutzt, um ihre Schulden zu restrukturieren: Der Medianwert der Verbindlichkeiten ging im Durchschnitt um 8% zurück, Schulden in Form von Anleihen wurden gegenüber Bankkrediten bevorzugt. Das niedrige Zinsniveau im Jahr 2010 hat die Unternehmen dazu bewogen, die Laufzeit ihrer Verbindlichkeiten zu verlängern. Der Fremdkapitalanteil mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren stieg dabei von 14% im Jahr 2009 auf 24% im Jahr 2010. · Das laufende Projekt des International Accounting Standards Board zur Leasingbilanzierung sieht vor, dass sämtliche Miet- und Leasingverbindlichkeiten blianziert werden, was wichtige Konsequenzen für den Jahresabschluss und die Schuldenquote haben kann. Gemäss den Erkenntnissen der Studie dürfte die Bilanzsumme im Durchschnitt um 6% steigen, wobei der geschätzte Maximaleinfluss bei einer Gesellschaft bei 27% liegt. Über Deloitte:
Deloitte ist eines der führenden Prüfungs- und Beratungsunternehmen in der Schweiz und bietet Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance an. Derzeit beschäftigen wir mehr als 1000 Mitarbeitende, die an sechs Standorten tätig sind: Basel, Bern, Genf, Lausanne, Lugano und Zürich.
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