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Hyposwiss Anlageausblick 2012: Die Zinsen bleiben tief - die Aktienmärkte bleiben volatil
Die fünf Thesen von Hyposwiss Privatbank für das Anlagejahr 2012 Zürich – 01. Dezember 2011 – Die Schweiz als Exportland ist stark von der globalen Wirtschaftsentwicklung abhängig. Der starke Franken hat kurzfristig nur einen geringen Einfluss auf die Exporte, mittel- bis längerfristig wirkt er dämpfend.
Vor allem aber die konjunkturelle Abschwächung der Nachbarländer bremst den Schweizer Wirtschaftsmotor, was sich wiederum auf den lokalen Arbeitsmarkt auswirkt. Hyposwiss Privatbank rechnet 2012 für die Schweiz mit einem BIP-Wachstum von 1.0% und einem leichten Anstieg der Arbeitslosenquote auf 3.5%. Die Schweiz profitiert via direkte und indirekte Exporte von der Erholung der amerikanischen Wirtschaft, für die ein verstärktes Wachstum prognostiziert wird. „Das Anlagejahr 2012 wird weiterhin von Turbulenzen geprägt sein. Die Tendenzen der letzten Monate setzen sich 2012 fort: Der starke Franken belastet Schweizer Aktien und führt zu einer Abkoppelung des SMI gegenüber ausländischen Aktienindizes. Die Volatilität am Aktienmarkt wird weiterhin hoch bleiben, ein Umstand, der traditionelle „Buy and Hold“-Strategien benachteiligt“, fasst Dr. Thomas Stucki, Chief Investment Officer Hyposwiss Privatbank, den Anlageausblick 2012 zusammen. Thomas Stucki vertritt folgende fünf Thesen für das Anlagejahr 2012:
1. Der Euro wird 2012 nicht auseinander brechen
Das grosse Sorgenkind für 2012 bleibt Europa. Für die besonders schwachen Peripheriestaaten divergieren die Prognosen. Während Irland auf gutem Weg ist und Analysten dem ehemaligen Tigerstaat Europas durchaus eine positive Entwicklung zutrauen, sind die Zukunftsaussichten für Portugal düster. Bezüglich Refinanzierungsbedarf steht Italien am Pranger. Die Kreditwürdigkeit des „Bel Paese“ muss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln wieder hergestellt werden. Durch seine wirtschaftliche Bedeutung ist Italien ein viel grösseres Risiko als die weiteren Wackelkandidaten. Italien ist – nach den USA und Japan – der drittgrösste Anleiheschuldner der Welt und hat es in den letzten Jahren verpasst, wirtschaftliche Reformen voranzubringen und die enorme Schattenwirtschaft zu bekämpfen. Das fehlende Vertrauen der Finanzmärkte schlägt sich in den Rekordzinsen, die Italien für Anleihen am Kapitalmarkt bezahlt, durch. Mittelfristig ist die Wachstumsschere innerhalb des alten Kontinents das Hauptproblem. Der Wirtschaftsraum „Euroland“ muss homogener werden, sonst ist keine einheitliche Geld- und Währungspolitik möglich.
2. Der Franken hat seine Funktion als „Safe Haven“ verloren
Die SNB hat durch ihre Politik die Frankenstärke gehemmt und die Marktteilnehmer respektieren diese Untergrenze. Kaum ein Marktteilnehmer wird es riskieren, die Durchsetzungskraft der SNB zu testen. Der Franken wird damit zu einer „normalen“ Verkehrswährung und verliert seinen spekulativen Charakter für Krisenzeiten. Voraussichtlich wird die SNB die Untergrenze im Franken/Euro nicht anheben und der Franken/Euro wird bis Ende 2012 zwischen 1.20-1.30 pendeln.
3. Die Schweizer Franken-Zinsen bleiben 2012 tief – auch weil die Inflation tief bleibt
Die grosse Franken-Liquidität, Folge der expansiven Geldpolitik der SNB, birgt ein grosses Inflationspotenzial. Allerdings fehlen andere notwendige Rahmenbedingungen, wie etwa ein überhitzter Arbeitsmarkt, damit sich die Inflation effektiv entwickeln kann. Zudem wird sich die Franken-Liquidität erst in drei bis vier Jahren auf die Inflation auswirken. Der SNB bleibt somit noch genügend Zeit, die Überliquidität wieder abzuschöpfen. Für 2012 erwartet Hyposwiss Privatbank eine Inflation von 1.0%.
Das Zinsniveau wird sich 2012 kaum erhöhen, da die grosse Liquidität der SNB sicher angelegt werden muss, das Wirtschaftswachstum schwach und besonders die Inflation tief bleibt. Zwar dürften die langfristigen Zinsen im Jahresverlauf leicht ansteigen, aber sie verbleiben auf einem historisch tiefen Niveau.
4. Die Kursauschläge an den Aktienmärkten bleiben 2012 gross
Aktien sind attraktiv bewertet und fast so günstig wie nach der Finanzkrise. „Die Erwartungen der Analysten an die Wirtschaftsentwicklung sind im Moment gering. Das Potenzial für positive Überraschungen ist dementsprechend gross. Wir gehen von einer Erstarkung der amerikanischen Wirtschaft aus, Europa folgt in der Regel 3-6 Monate auf die USA“, sagt Thomas Stucki. Schweizer Unternehmen sind gut aufgestellt, aber der starke Franken belastet die Gewinne. Den positiven Argumenten stehen die anhaltend grosse Unsicherheit und Risikoaversion der Anleger gegenüber. Hyposwiss Privatbank erwartet stabile bis leicht steigende Kurse in der Schweiz, Europa und den USA. Die Kursausschläge dürften aber hoch bleiben.
5. Die „Goldblase“ platzt auch 2012 nicht
Der Goldpreis steigt seit 2001 kontinuierlich – der Anstieg beschleunigte sich während der Eurokrise deutlich. Der Goldpreis zeigt nun alle Merkmale einer Blase. Dennoch ist 2012 noch kein Platzen der Goldblase zu erwarten. Denn, bei tiefen Zinsen – die USD-Zinsen bleiben bis 2013 voraussichtlich nahe bei Null – bleibt der Goldpreis stabil. Gold eignet sich 2012 weiterhin als Diversifikationsmittel. Hyposwiss Privatbank AG
Hyposwiss Privatbank ist eine Schweizer Privatbank mit über 120 Jahren Tradition und einer klaren Vision. Als Spezialistin für individuelle Vermögensverwaltung sind wir das Private Banking Kompetenzzentrum der St. Galler Kantonalbank-Gruppe, einer der kapitalstärksten Bankengruppen der Schweiz. In Zürich ist Hyposwiss seit 1930 präsent. Zusammen mit unserer Schwestergesellschaft Hyposwiss Private Bank Genève SA verfügen wir über einen breiten Wissens- und Erfahrungsfundus. Insgesamt über 200 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen uns zur führenden Privatbank für die flexible und individuelle Umsetzung Ihrer Finanzplanung. Wir bieten hauseigene Anlagestrategien und -instrumente mit klarem Fokus sowie uneingeschränkten Zugang zu den besten Anlageprodukten weltweit. Zahlreiche zufriedene Kunden und ein Kundenvermögen von 11,4 Milliarden Schweizer Franken unterstreichen unsere Marktposition. www.hyposwiss.ch
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