Rückgang der Logiernächte im Oktober und in der Sommersaison
05.12.11 09:58

 

Beherbergungsstatistik im Oktober und während der touristischen Sommersaison 2011

Neuchâtel, 05.12.11 (BFS) –
Gemäss den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) verzeichnete die Hotellerie in der Schweiz im Oktober 2011 insgesamt 2,6 Millionen Logiernächte, was gegenüber Oktober 2010 einer Abnahme von 2,9 Prozent (-78'000 Logiernächte) entspricht. Insgesamt 1,3 Millionen Logiernächte gingen auf das Konto der ausländischen Gäste; dies entspricht einem Rückgang von 4,2 Prozent (-55'000 Logiernächte). Die inländischen Gäste generierten ebenfalls 1,3 Millionen Logiernächte, was eine Abnahme von 1,7 Prozent bedeutet (-23'000 Logiernächte). In der touristischen Sommersaison (Mai bis Oktober) wurden 19,7 Millionen Logiernächte registriert. Das sind 2,7 Prozent weniger (-545'000 Logiernächte) als in der entsprechenden Vorjahresperiode.


Logiernächterückgang im Oktober 2011 bei den Gästen aus Europa und Amerika, Anstieg für die asiatischen Gäste


Im Oktober 2011 verzeichneten die Besucherinnen und Besucher aus Europa (ohne Schweiz) einen Logiernächterückgang von 72'000 Einheiten (-8,1%) gegenüber Oktober 2010. Deutschland verbuchte mit einem Minus von 43'000 Logiernächten (-12%) die deutlichste absolute Abnahme aller Herkunftsländer. Es folgen das Vereinigte Königreich mit einer Abnahme von 11'000 Logiernächten

(-12%) und Frankreich mit einem Rückgang um 8100 Einheiten (-8,4%). Bei den Gästen aus dem amerikanischen Kontinent resultierte ein Rückgang um 8600 Logiernächte (-5,1%). Mit 5100 Logiernächten weniger (-4,4%) verzeichneten die Vereinigten Staaten die stärkste absolute Abnahme dieses Kontinents.

Die Nachfrage aus dem asiatischen Kontinent erhöhte sich um 26'000 Logiernächte (+13%). China (ohne Hongkong) legte um 21'000 Logiernächte zu (+47%) und wies damit das stärkste absolute Wachstum aller Herkunftsländer auf. Es folgt Japan mit einem Logiernächteplus von 2700 Einheiten (+10%). Der afrikanische Kontinent wies ein Plus von 140 Logiernächten (+0,6%) auf und der ozeanische Kontinent verbuchte 100 Logiernächte mehr (+0,5%).


Die meisten Tourismusregionen mit weniger Logiernächten im Oktober 2011

Unter den Tourismusregionen verzeichnete das Genferseegebiet (Waadtland) im Oktober 2011 mit einem Minus von 23'000 Logiernächten (-11%) den deutlichsten absoluten Rückgang gegenüber Oktober 2010. Graubünden registrierte eine Abnahme von 20'000 Logiernächten (-6,8%) und das Wallis ein Minus von 13'000 Einheiten (-6,1%). Das Tessin und die Region Zürich verbuchten 7300 respektive 6100 Logiernächte weniger (-3% bzw. -1,4%). Demgegenüber verzeichnete das Berner Oberland mit einem Plus von 3300 Einheiten (+1,4%) das deutlichste absolute Wachstum. Es folgt die Region Fribourg mit einer Zunahme von 1700 Logiernächten (+4,6%).


Rückgang der inländischen und ausländischen Logiernächte während der Sommersaison

In der touristischen Sommersaison 2011 (Mai bis Oktober) wurden gesamthaft 19,7 Millionen Logiernächte und damit eine Abnahme um 2,7 Prozent gegenüber derselben Vorjahresperiode verzeichnet. Einzig der Monat Juni verbuchte eine Logiernächtezunahme (+2,8%) gegenüber dem selben Vorjahresmonat. Die anderen Monate der Sommersaison wiesen Rückgänge zwischen -6,3 Prozent (August) und -0,6 Prozent (Mai) auf.

Die inländischen Gäste registrierten während der touristischen Sommersaison 8,7 Millionen Logiernächte, was einer Abnahme um 68'000 Logiernächte (-0,8%) entspricht. Die ausländischen Gäste verbuchten 11,1 Millionen Logiernächte und damit einen Rückgang von 477'000 Logiernächten (-4,1%). Ein Faktor für diese Abnahme dürfte sicherlich der starke Franken sein. Bei den Kontinenten ging der deutlichste absolute Rückgang der Logiernächte auf das Konto von Europa (ohne Schweiz) mit 690'000 Einheiten weniger (-8,6%) als in derselben Vorjahresperiode. Dabei verzeichnete Deutschland die stärkste Abnahme aller Herkunftsländer mit einem Minus von 348'000 Logiernächten (-11%). Es folgen das Vereinigte Königreich (-91'000 Logiernächte / -9,5%), die Niederlande (-87'000 / -16%) und Italien (-44'000 / -7,9%). Frankreich und Belgien registrierten Rückgänge von 39'000 Logiernächten (-5,2% respektive -11%). Demgegenüber verbuchte Russland eine Zunahme um 19'000 Logiernächte (+9,7%). Der amerikanische Kontinent wies einen Logiernächterückgang von 17'000 Einheiten (-1,3%) auf. Die Vereinigten Staaten registrierten ein Minus von 38'000 Logiernächten (-3,7%), während Brasilien ein Plus von 16'000 Logiernächten aufwies (+17%). Asien verbuchte seinerseits 217'000 zusätzliche Logiernächte (+12%), wobei China (ohne Hongkong) das stärkste Logiernächtewachstum aller Herkunftsländer verzeichnete (+140'000 / +53%). Es folgen Indien (+51'000 / +16%) und die Republik Korea (+20'000 / +22%). Demgegenüber verbuchten die Gäste aus Japan und den Golfstaaten eine Abnahme von 30'000 (-7,4%) respektive 24'000 Logiernächten (-7,4%). Ozeanien verzeichnete ein Plus von 11'000 Logiernächten (+6,7%), während der afrikanische Kontinent 2700 zusätzliche Einheiten zählte (+1,8%).

Die Mehrheit der Tourismusregionen mussten im Laufe der Sommersaison Rückgänge bei den Logiernächten hinnehmen. Die deutlichste absolute Abnahme registrierte Graubünden mit 210'000 Logiernächten (-7,9%) weniger. Auch das Tessin und das Wallis verbuchten Rückgänge von 122'000 (-6,6%) bzw. 111'000 Einheiten (-5,6%). Es folgen die Ostschweiz (-59'000 / -4,9%), die Genferseeregion (Waadtland) (-54'000 / -3,6%) sowie die Region Luzern / Vierwaldstättersee (-52'000 / -2,4%). Im Gegensatz dazu konnten fünf Regionen die Anzahl Logiernächte erhöhen. Die Region Zürich registrierte mit einem Plus von 79'000 Logiernächten die deutlichste Zunahme (+2,7%), gefolgt von der Region Fribourg mit 13'000 zusätzlichen Logiernächten (+5%).


BUNDESAMT FÜR STATISTIK
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