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Für gewöhnlich ist das Weihnachtsgeschäft für Einzelhandelskonzerne von Weltrang mit satten Gewinnen verbunden. Doch in diesem Jahr, unter der Last der globalen Schuldenkrise, sieht es für den drittgrößten Konzern der Welt auf einmal düster aus. Trotz bereits gesenkter Analystenerwartungen ist die aktuelle Gewinnwarnung der deutschen Metro AG eine ziemliche Überraschung.
Denn das Weihnachtsgeschäft läuft nur sehr schleppend an. So sorgen die nach wie vor warmen Temperaturen dafür, dass Daunenjacken und Wintersportgeräte in den Regalen der Metro-Tochter Galeria Kaufhof und in den Real-Supermärkten verstauben. Doch auch die Elektronikmärkte Saturn und Media Markt, von denen sich Metro besonders viel erwartet hatte, blieben demnach hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt seien alle Geschäftsfelder vom ausbleibenden Konsum betroffen.
Der für die Weihnachtszeit angepeilte Ergebniszuwachs von mindestens fünf Prozent wird sich unter diesen Bedingungen nicht erreichen lassen. Die Konzernleitung geht jetzt davon aus, das Vorjahresergebnis von 67,3 Milliarden Euro Umsatz sowie einem EBIT von 2,4 Milliarden Euro knapp zu unterschreiten.
Den Anlegern gefiel natürlich überhaupt nicht, was ihnen die Metro AG zu Nikolaus in den Stiefel gesteckt hatte: Die Metro-Aktie brach bereits am sechsten Dezember um gut acht Prozent von 36,90 auf 32,70 Euro ein und fiel seitdem weiter auf zuletzt 30,70 Euro.
Entsprechend basteln Deutschlands Analysten jetzt an neuen Kurszielen. Während die Experten der Deutschen Bank der Metro langfristig ein starkes Comeback auf 45,00 Euro zutrauen, gehen die Damen und Herren von der Commerzbank nur noch von maximal 29,60 Euro in den kommenden Monaten aus. Da es sich bei dem schwachen Wintergeschäft zwar um ein ernstes Problem aber noch keine ausgewachsene Krise handelt, rechnen auch wir vorerst nicht mit einem weiteren Abstürzen der Aktie. Mutige Trader könnten das jetzige Tief auch durchaus zu einem Einstieg in den Metro-CFD nutzen, ohne dabei jedoch die Absicherung per Stopporder zu vergessen. Insgesamt bewerten wir das Papier neutral.
Immerhin ist laut Metro-Führung der anstehende Verkauf des Kaufhof nicht in Gefahr. Nach wie vor werden demnach fruchtbare Gespräche mit den Interessenten Signa aus Österreich und dem Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen geführt.
Wenn Sie also daran teilhaben wollen, dass die Metro-Aktie schnellstmöglich wieder auf die Füße kommt, dann kaufen Sie Ihren Lieben doch einen neuen Rechner oder gönnen sich eine neue Winterjacke. Wenn Sie dazu keine Lust haben, dann bleiben Sie ruhig im Warmen sitzen und handeln CFDs.
Quelle: Market Report - Hanseatic Brokerhouse
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