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Schweizerischer Baupreisindex im Oktober 2011 Anhaltender Anstieg der Baupreise
Neuchâtel, 22.12.11 (BFS) – Gemäss dem vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechneten Baupreisindex sind die Baupreise zwischen April 2011 und Oktober 2011 gesamthaft erneut gestiegen (+0,6%). Die Zunahme war allerdings weniger ausgeprägt als im vorangegangenen Halbjahr (+1,5%). Der Anstieg ist insbesondere auf die stärkere Preiserhöhung im Tiefbau (+1,1%) und weniger auf jene im Hochbau (+0,5%) zurückzuführen. Diese Entwicklungen zeugen von der nach wie vor guten Konjunkturlage im Baugewerbe.
Innert Jahresfrist, von Oktober 2010 bis Oktober 2011, ist das Preisniveau im gesamten Baugewerbe um 2,1 Prozent angestiegen (Hochbau: +1,8%; Tiefbau: +3,2%).
Hauptergebnisse für die Schweiz im Oktober 2011Basis Oktober 2010 = 100GewichtIndexstandin %Oktober 2011April 2011Oktober 2010Baugewerbe: Total100102,1 0,6 2,1Hochbau81101,8 0,5 1,8Tiefbau19103,2 1,1 3,2Veränderung in % gegenüber
Preisentwicklung im Hoch- und Tiefbau
Im Hochbau war zwischen April und Oktober 2011 eine Preissteigerung zu verzeichnen (+0,5%). Zum Hochbau gehören der Neubau von Mehrfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern aus Holz, Einfamilienhäusern, Bürogebäuden und Lagerhallen sowie die Renovation von Mehrfamilienhäusern und Bürogebäuden. Das Ergebnis widerspiegelt die in den meisten Positionen festgestellten Preissteigerungen. Die stärksten Zunahmen wurden in der Gruppe Baugrube (+2,6%) sowie bei den Honoraren und beim «Ausbau 1» (je +1,8%) verzeichnet. Zu den Positionen mit den stärksten Rückgängen zählen die Finanzierung ab Baubeginn (-6,0%) und die Prämien der Baurisikoversicherungen (-2,8%).
Die Preise im Tiefbau (d.h. Neubau von Strassen, Unterführungen und Lärmschutzwänden) verzeichneten zwischen April und Oktober 2011 einen Anstieg (+1,1%). Auch in diesem Sektor war bei einem Grossteil der Positionen eine Zunahme festzustellen. Dazu gehören insbesondere die Honorare sowie der Erd- und Unterbau (je +2,3%). Unter den Positionen, die Rückgänge aufweisen, sind kleine Kunstbauten im Strassenbau (-0,7%) und Tragkonstruktionen bei Kunstbauten (-0,3%) zu erwähnen.
Preisentwicklung nach Bauwerksart
Im Hochbau zeigen sich die Preisentwicklungen für die verschiedenen Bauwerksarten sehr einheitlich. Bei allen Bauwerksarten sind Preissteigerungen festzustellen, die zwischen +0,2 Prozent für den Neubau von Mehrfamilienhäusern sowie für den Neubau von Einfamilienhäusern und +1,0 Prozent für die Renovation von Bürogebäuden liegen.
Im Tiefbau ergibt sich ein ebenso homogenes Bild. Bei allen drei Bauwerksarten ist ein Preisanstieg zu verzeichnen: +1,1 Prozent für den Neubau von Strassen, +0,7 Prozent für den Neubau von Unterführungen und +1,0 Prozent für den Neubau von Lärmschutzwänden.
Preisentwicklung in den Grossregionen
Was den Hochbau anbelangt, sind im Tessin (-0,4%) und in der Zentralschweiz (-0,1%) Preisrückgänge zu verzeichnen. Die anderen Grossregionen weisen einen Preisanstieg auf. Dieser reicht von +0,1 Prozent in der Nordwestschweiz bis zu +0,9 Prozent in der Ostschweiz. Im Jahresverlauf zeigt sich in allen Regionen eine Preiszunahme, die von +0,4 Prozent im Tessin bis zu +2,4 Prozent in der Ostschweiz geht.
Im Tiefbau wurden in der Nordwestschweiz (-0,2%) und im Tessin (-0,1%) Preisrückgänge registriert. In den übrigen Grossregionen nahmen die Preise zu, jedoch in sehr unterschiedlichem Mass. Die Anstiege liegen zwischen +0,1 Prozent in der Genferseeregion und +2,6 Prozent in Zürich. Im Jahresvergleich notierten mit Ausnahme der Nordwestschweiz, die einen Preisrückgang verbuchte (-0,9%), alle Grossregionen Preiszunahmen. Diese gehen von +1,1 Prozent im Espace Mittelland bis +7,4 Prozent in der Ostschweiz.
Preisentwicklung nach Gebäudekategorie
Im Berichtshalbjahr sind die Baupreise für Gebäude mit Wohnnutzung weniger stark gestiegen als jene für Gebäude ohne Wohnnutzung (+0,4% gegenüber +0,8%).
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