Grünliberale bedauern den Rücktritt von Hr. Hildebrand ausserordentlich
09.01.12 18:13


Mit seinem Rücktritt schützt Hr. Hildebrand die Glaubwürdigkeit der Schweizerischen Nationalbank. Er stellt seine Person damit hinter die anspruchsvolle Aufgabe der SNB für die Zukunft unseres Landes. Dies kann die Politik nach Meinung der Grünliberalen nicht genug würdigen, da unserem Land im 2012 sehr grosse wirtschaftliche Herausforderungen bevorstehen.

 

In diesem Zusammenhang bedauern die Grünliberalen den Verlust dieses ausgewiesenen Fachmannes und Topmanagers mit hohem Leistungsausweis an der Spitze der SNB ausserordentlich. Mit fragwürdigen Manövern und auch unwahren Aussagen in der Öffentlichkeit ist es seinen Gegnern gelungen, ihn aus dem Amt zu drängen. Gewinner gibt es in dieser Affäre bis heute keine, nur Verlierer: der Bankenplatz Schweiz, die SNB, die Medien und die Politik. Die glp hätte sich gewünscht, dass Hr. Hildebrand weiter kämpft, versteht aber seinen Entscheid letztendlich. Auch mit seinem Abgang zeigt er wahre Grösse.


Wie weiter? Zentral: Sicherstellung Bankgeheimnis und Klarheit über die Motive der Affäre schaffen

Für die Grünliberalen stehen nun diverse wichtige Fragen im Vordergrund. Wie kann in Zukunft die Einhaltung unseres Bankkundengeheimnisses sichergestellt werden? Die glp lehnt klar ab, dass ab sofort sämtliche Kontodaten von wichtigen Schweizer Persönlichkeiten quasi öffentlich zugängliche Güter sein sollen. Weiter muss endlich Klarheit hinter die Motive für dieses Manöver gebracht und die Vorfälle rechtlich geklärt werden. Es ist an der Politik und allem voran dem Bankrat der SNB, in Ruhe ihr Reglement zu überarbeiten und zu definieren, welche Eigengeschäfte Direktoriumsmitglieder der SNB in Zukunft tätigen dürfen. Was müssen wir tun, damit wir auf der einen Seite klare und genügende Regeln haben, aber auf der anderen Seite weiterhin die besten Leute für wichtige Aufgaben für uns Land finden können?


Umkehr der Beweislast höchst fragwürdig

Was die Grünliberalen ebenfalls klar ablehnen ist, dass offenbar ab sofort das hohe moralische und rechtliche Gut der Unschuldsvermutung nicht mehr gelten soll. Die glp lehnt diese von den Gegnern von Hr. Hildebrand aufgezwungene Beweisumkehr klar ab. Für die Zukunft müssen wir wieder zu unseren moralischen Stärken zurück finden, wenn wir in der Schweiz weiterhin so erfolgreich wirtschaften wollen. Dazu gehört auch, dass man als Kritiker selber die hohen moralischen Anforderungen erfüllen muss, die man von anderen einfordert. Gestohlene Bankdaten zu politischen Zwecken zu missbrauchen, gehört definitiv nicht dazu.

Zum Schluss bleibt, Hr. Hildebrand für seine geleistete Arbeit grosse Dankbarkeit auszudrücken. Die glp fordert, dass jetzt endlich Ruhe einkehrt und alle zuständigen Stellen in Politik und SNB und der Wirtschaft ihrer wichtigen Arbeit nachgehen können.

 
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