Euler Hermes Prognose 2012: Weltwirtschaftliche Entwicklung weiter unsicher
11.01.12 12:39

 

Euler Hermes Prognose 2012: Weltwirtschaftliche Entwicklung weiter unsicher – Auswirkungen auf die Schweiz

In seiner neusten Studie prognostiziert der weltweit führende Kreditversicherer Euler Hermes für 2012 einen Rückgang des Wachstums der Weltwirtschaft auf 2,7 Prozent und nahezu eine Stagnation der Eurozone bei 0,3 Prozent. Die Schweiz bleibt von der Abschwächung der Weltwirtschaft, der Schuldenkrise in Europa und den massiv gestiegenen Verunsicherungen nicht verschont. Das spiegelt sich auch in der Entwicklung der Firmeninsolvenzen wider.



Dämpfer für die Schweizer Wirtschaft

Auch die Schweiz wird sich nicht dem steigenden Trend von Insolvenzen entziehen können. Wir erwarten für 2012 eine steigende Zahl von Firmenkonkursen in der Schweiz. Die stark gedämpften Konjunkturerwartungen sind hauptsächlich dafür verantwortlich. „Nach unserer Prognose wird das Wachstum des BIP im 2012 nur noch 0,5 % betragen. Die Schweiz kann sich dem weltweiten Trend nicht entziehen. Die hohe internationale Verflechtung der Schweiz ist ein wesentlicher Grund dafür“, erklärt Jules Kappeler, CEO von Euler Hermes Schweiz.


Abgeschwächte Dynamik der Weltwirtschaft

Die Weltwirtschaft steht zu Beginn des Jahres 2012 insbesondere unter dem Eindruck der Staatsschuldenkrise im Euroraum sowie der massiven Verunsicherung bei Investoren und Konsumenten. Nach Prognose von Euler Hermes wird sich die weltwirtschaftliche Expansion spürbar verlangsamen, insgesamt rechnet der Kreditversicherer für 2012 mit einer Zunahme des globalen Bruttoinlandsprodukts von 2,7 Prozent, nach einem Plus von 3,0 Prozent im Vorjahr. „Die markante Abschwächung der weltwirtschaftlichen Dynamik verbunden mit einer strafferen Geld- und Fiskalpolitik schlägt sich 2012 in einem Anstieg der Unternehmensinsolvenzen nieder“, so Wilfried Verstraete, Vorsitzender des Euler Hermes Management Boards.


Konjunkturelle Abkühlung in ganz Europa

Für den Euroraum erwartet Euler Hermes nach einem Plus von 1,6 Prozent eine Abkühlung auf nur noch 0,3 Prozent in 2012. Dabei verläuft die Konjunktur in den Euro-Mitgliedstaaten weiterhin sehr heterogen, die Unterschiede reichen von schwach positivem Wachstum in Deutschland (0,8 Prozent) bis zu ausgeprägter Rezession in Griechenland (minus 2,7 Prozent, nach minus 5,5 Prozent in 2011). Im Jahr 2013 könnte die Konjunktur der Eurozone mit 1,2 Prozent Zuwachs wieder leicht an Fahrt gewinnen, wenn man davon ausgeht, dass die Staatsdefizite reduziert und die systemrelevanten Risiken begrenzt werden.


Unternehmensinsolvenzen international wieder auf dem Vormarsch

Die Eintrübung der Weltwirtschaft schlägt sich 2012 in einem Wiederanstieg der internationalen Unternehmensinsolvenzen nieder: nach dem Rückgang von 3 Prozent im Vorjahr rechnet Euler Hermes für 2012 mit einem Zuwachs um 3 Prozent. In Europa dürfte die Zahl in 2012 sogar um markante 12 Prozent klettern, darunter Griechenland mit plus 26 Prozent, Spanien plus 20 Prozent und Italien plus 15 Prozent.

 
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