Vögele-Aktionäre müssen sich weiterhin warm anziehen
13.01.12 08:49

Der Bekleidungskonzern Charles Vögele will in drei Jahren wieder profitabel sein. Das sagte der neue CEO Frank Beeck. Nach einem Übergangsjahr 2012 peilt er schwarze Zahlen für 2013 an. Für 2014 erhofft sich der Firmenchef wieder einen Gewinn. Einfach werde das nicht, die Anleger und auch die Kunden müssten wohl etwas Geduld mitbringen. „Wir brauchen etwas Zeit“, so Beeck.

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Bereits im Dezember äusserte sich CEO Beeck, dass in spätestens drei Jahren das Geschäft wieder profitabel laufen soll. Das verstaubte Gewand des Billiganbieters abzulegen, scheint anspruchsvoll zu sein. Da vermochten bisher auch (zwar schöne, aber auch wohl teure) Markenbotschafter wie Til Schweiger oder Penélope Cruz nicht die Ertragstrommel in Schwung zu bringen.

Besonders belastend in dieser Turnaroundphase dürfte der starke Schweizerfranken sein. Demnach liegen zwei Drittel der Absatzmärkte von Charles Vögele im Euro-Raum. Die Frage, wie lange die Aktionäre Vögele noch die Kleiderstange halten, stellt sich unmittelbar.

Im Zusammenhang mit der angekündigten dreijährigen Durststrecke müssen die Anleger nämlich auf eine Dividende verzichten. Vögele will seine Ressourcen fokussieren, um nach der Umstrukturierung wieder investieren und wachsen zu können. CEO Beeck setzt auf ein Konzept, dass sich wieder stärker auf die Zielgruppe und das Produkt konzentriert.

Im aktuellen Kurs dürfte zwar ein grosser Teil der kommenden schwierigen Jahre enthalten sein. Dennoch scheinen weitere Abgaben nicht ausgeschlossen.


Quelle: Wegelin & Co. Privatbankiers

 
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