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Schafft Kontron die Wende? |
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17.01.12 15:47 |
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Der deutsche Hersteller von Minicomputern und eingebetteten Rechnersystemen, Kontron, kann nach einem schweren Börsenjahr 2011 jetzt womöglich die Wende zum Guten schaffen. Denn obwohl die Aktie im Jahresverlauf von fast zehn auf nur noch 5,09 Euro gefallen war, schaffte das Echinger Unternehmen einen neuen Umsatzrekord. Mit gut 580 Millionen Euro wurde das Vorjahresergebnis um rund 14 Prozent übertroffen.
Wir sehen also, dass Kontron 2011 nicht untätig war und die richtigen Entscheidungen getroffen wurden, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Neben kleineren Zukäufen wurden die internen Strukturen entschlackt, das Entwicklungsteam aufgestockt sowie mit der ARM-Architektur für energieeffiziente Mikroprozessoren in Mobilgeräten ein ganz neues Produkt aufgesetzt.
Derweil läuft die Übergabe der malaysischen Produktionstochter Kontron Design Manufacturing Services an den strategischen Partner Plexus Corp. auf vollen Touren. KDMS trug im Vorjahr etwa 15 Millionen Euro zum Gesamtumsatz bei. Doch auch ohne KDMS erwartet die Kontron-Geschäftsführung für 2012 eine stabile Umsatzentwicklung, "die drei Prozent über oder unter dem um Malaysia bereinigten 2011-Vergleichswert in Höhe von ca. 570 Millionen Euro liegen wird." So prophezeit von Vorstandschef Ulrich Gehrmann. Eine Gewinnprognose soll nicht vor Mitte März 2012 abgegeben werden.
Neben den Rückstellungen für den KDMS-Verkauf lastet auch die anhaltende Schuldenkrise auf Kontron und vernebelt den Blick auf mögliche Gewinne. Bestellungen aus öffentlicher Hand sind ein nicht unbedeutender Faktor für die Bilanz des hochspezialisierten Herstellers. Wenn die Staaten sparen, muss auch Kontron weiter auf deren lukrative Aufträge warten.
Doch die enorme Umsatzsteigerung in einer schweren Zeit war bereits genug, die Aktie in kurzer Zeit viel Boden gut machen zu lassen. Seit Jahresbeginn 2011 war es für Kontron stetig bergab gegangen, das Papier fiel Anfang Januar 2012 von knapp 9,00 auf nur noch 4,70 Euro. Seit Bekanntgabe der neuen Umsatzzahlen stieg die Aktie bereits auf 5,70 Euro.
Die Analystenmeinungen halten sich die Waage zwischen "kaufen" und "halten". Wir sind der Meinung, dass der Kontron-CFD momentan eine lohnende Ergänzung für das Depot darstellt. Allerdings wollen wir uns mit dem Kursziel noch etwas zurückhalten und sehen die Grenze momentan bei 6,50 Euro. Die für März angekündigten Gewinnzahlen werden einen starken Einfluss darauf haben, wie sich Kontron in der ersten Jahreshälfte weiterentwickelt. Da wir auch mit zunehmender Volatilität im Handel mit der Kontron-Aktie rechnen, raten wir Ihnen zu einer soliden Absicherung Ihrer Trades per Stoporder.
Quelle: Market Report - Hanseatic Brokerhouse
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