Julius Bär: Die Spekulationen bezüglich des Überschuss-Kapitals dürften enttäuschen
30.01.12 11:51


Julius Bär: Die Spekulationen bezüglich des Überschusskapitals dürften enttäuschen, da das Risiko im Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren der US-Behörden steigt. Herabstufung auf Reduce.
 

Bei der aktuellen Bewertung von Julius Baer wird unseres Erachtens eine M&A-Prämie eingepreist. Unserer Ansicht nach wird ein beträchtlicher Teil des Überschusskapitals von Julius Baer als Absicherung gegen ein potenzielles Bussgeld im Rahmen der US-amerikanischen Steuerangelegenheit gehalten, die die Kraftreserven für Übernahmen der Bank beschränkt. Wir gehen von enttauschenden M&A-Spekulationen aus, Herabstufung auf Reduce
 
Nach dem Verkauf der Vermögenswerte von Wegelin ausserhalb den USA an Raiffeisen, um diesen Geschäftsbereich aus den laufenden Verhandlungen der Bank mit dem US-Justizministerium herauszunehmen, nahmen die potenziellen Risiken hinsichtlich der US-amerikanischen Steuerangelegenheit deutlich zu. Wir denken, dass sich die Anleger von Julius Baer zunehmend auf diese Steuerangelegenheit konzentrieren werden.
 
Unseres Erachtens macht es keinen Sinn, das neu emittierte Tier-II-Kapital in Höhe von CHF 250 Mio. zu verwenden, da Julius Baer eine Rendite von 4.5% für einen neuen Aktienrückkauf bezahlt (Dividende 1.8%).


Quelle: Vontobel

 
< Prev   Next >