|
Nachfrage aus Schwellen-Ländern treibt Goldpreis in die Höhe |
|
03.02.12 11:19 |
|
Nachfrage aus Schwellenländern treibt Goldpreis in die Höhe
Die Meinung ist noch immer weit verbreitet, dass die Notenbanken durch die expansive Geldpolitik für das Goldpreishoch verantwortlich sind. Es ist aber vielmehr die Nachfrage aus den Schwellenländern, die für die aktuelle Hausse sorgt. Zu diesem Schluss kommen Amit Bhartia und Matt Seto von GMO in ihrem aktuellen White Paper.
Lange Zeit galt Gold als die ultimative Werterhaltungsanlage. Nach diesem Gedankenschema müsste also der Goldpreis steigen, sobald das Vertrauen in das Papiergeld schwindet. Folglich müsste der Goldpreis eine hohe Korrelation zur Inflation haben. Vergleicht man die Goldpreisentwicklung mit der US-Inflationsrate, so sieht man, dass diese Korrelation in den 70er, 80er und 90er Jahren zutraf. Die seit Beginn des neuen Jahrtausends anhaltende Goldpreisrallye kann damit jedoch nicht erklärt werden, denn die Inflation bewegte sich im selben Zeitraum stets zwischen 0% und 5%.
Wie Bhartia und Seto in ihrem White Paper ausführen, wird der starke Anstieg des Goldpreises in den letzten zehn Jahren vor allem von der erhöhten Nachfrage der Schwellenländer getrieben. So steigerten alleine die Schwellenländer Asiens ihren Bedarf an Gold, gemessen an der Gesamtnachfrage, von 39% 1999 auf über 57% 2010. Insgesamt macht die Nachfrage aus den Emerging Markets über 79% der Gesamtnachfrage an Gold aus und ist damit um ein vielfaches grösser ist als Nachfrage entwickelter Länder. Auch ETFs haben einen vergleichsweise geringen Einfluss auf die Nachfrage.
Über GMO
Die 1977 gegründete und in Boston domizilierte GMO LLC ist als Partnerschaft organisiert und verwaltet mit mehr als 500 Mitarbeitern weltweit USD 97 Mrd. (per 31.12.2011). GMO ist ganz auf die Bedürfnisse von institutionellen Investoren ausgerichtet und seit 2002 in der Schweiz mit einer eigenen Niederlassung präsent. GMO erzielte über 944 Produktjahre gerechnet einen durchschnittlichen, jährlichen Mehrwert gegenüber der jeweiligen Benchmark von 1,3 % netto (per Ende Dezember 2011).
|